Wer will f eißige Handwerker sehen, der kann in diesen Tagen eigentlich in jede Schule der Stadt Wolmirstedt schauen. Und er erlebt, dass es durchaus möglich ist, dass trotz sehr umfangreicher Bauarbeiten dennoch ein ganz normaler Schulbetrieb aufrecht erhalten werden kann.

Wolmirstedt. Gudrun Matthey, Schulleiterin der Gerhard-Schöne-Schule, setzt noch einen drauf und betont. " Nicht nur das, auch die Einschulung lief trotz der Bauarbeiten so erfolgreich ab wie all die Jahre zuvor. "

Die Aula, in der die Erstklässler und ihre Eltern traditionell durch die zweite Klasse begrüßt werden, war am vergangenen Sonnabend rechtzeitig vom Baustaub befreit und festlich für die vier Jungen und das Mädchen festlich geschmückt. Die 2. Klasse ihrerseits sorgte in der gut besuchten Aula für den obligatorisch kulturellen Rahmen.

Der Alltag ist längst

eingezogen

Das aber ist inzwischen Geschichte, wie die Schulleiterin nachdrücklich betont, inzwischen wird an der Schule für Geistigbehinderte bereits unterrichtet. " Dabei aber wird seitens der Lehrer genau zwischen lernen und spielen abgewogen, um die Schüler mit einem gesunden Augenmaß an den normalen Unterricht heranzuführen. "

Was eigentlich unter diesen Bedingungen gar nicht möglich ist, denn es werden noch Wochen vergehen, bevor die Handwerker die Schule verlassen haben.

Zur Erinnerung : Das Schulgebäude bekommt eine neue Fassade, und das Konjunkturpaket II machte es möglich, dass zeitgleich eine neue Heizanlage installiert werden konnte. Die Kosten für diese dringend notwendigen Baumaßnahmen an dem Schulgebäude belaufen sich auf rund 280 000 Euro. " Und ich denke, ein Großteil der Summe ist bereits verbaut ", wie Gudrun Matthey bei einem Rundgang durch die Schule nicht ohne Stolz versichert. Das heißt, die komplette Heizungsanlage an der Schule ist installiert. " Anders wäre auch ein Unterricht gar nicht möglich ", so die Schulleiterin. " Bei den regelmäßigen Bauabsprachen wurde stets großes Augenmerk darauf gelegt, dass mit dem ersten Schultag am 6. August die Klassenräume leergezogen sind. " Die Handwerker haben Wort gehalten, " obwohl noch Malerarbeiten ausstehen. " Die Diplomlehrerin, die Ende des Jahres aus dem Schuldienst ausscheidet, ist sich aber sicher, dass ein normaler Unterricht trotz Malerarbeiten möglich ist.

Der Schule einfach auf das Dach gestiegen

Im Zuge der Arbeiten an der Heizungsanlage, ist man der Schule gleich aufs Dach gestiegen : " Denn es wurde uns eine kleine Photovoltaik-Anlage installiert ", erklärt die Schulleiterin, " was natürlich bei den Schülern viele Fragen aufwarf. Erst recht, als noch eine Schalttafel in der Schule angebracht wurde. " Inzwischen wissen die Schöne-Schüler, dass man unter Photovoltaik oder Fotovoltaik die direkte Umwandlung von Strahlungsenergie, vornehmlich Sonnenenergie, in elektrische Energie mittels Solarzellen versteht. In diesem konkreten Fall bedeutet dies, dass die Schule zusätzlich mit Warmwasser versorgt wird. Und noch eine letzte gute Meldung hat die Schulleiterin : Die neue Außenfassade nimmt langsam Gestalt an, denn gegenwärtig werden bereits die 1000 Quadratmeter Wandf äche gedämmt.