Hillersleben. Seit etwa einem Jahr steht der Hillersleber Hobbyhistoriker Klaus-Peter Keweloh mit einem polnischen Historienverein in Verbindung. " Die Kontakte sind über meine Internetseite angebahnt worden ", berichtete Keweloh, " die polnischen Historiker waren besonders an Informationen über die ehemalige Heeresversuchsanstalt in Hillersleben interessiert. Der Verein hat sich nämlich vorwiegend auf die Militärgeschichte spezialisiert. "

Drei der polnischen Vereinsmitglieder beschäftigen sich besonders mit Bunkern und Festungsbauten. " Sie erforschen intensiv den Bau der grossen Befestigungsanlagen des Zweiten Weltkrieges so beispielsweise den Ostwall, den Westwall oder den Oder-Warthe-Bogen. Zu diesen Themen haben sie auch schon mehrere Bücher und andere

Veröffentlichungen sowohl in Deutsch als auch in Polnisch verfasst ", hat der Hillersleber von den polnischen Spezialisten erfahren, als sie kürzlich in Hillersleben zu Besuch waren. Ein grosses Anliegen der drei Besucher war die Möglichkeit einer Besichtigung des Truppenübungsplatzes. Auf dem Gelände des Versuchsplatzes in Hillersleben waren viele Befestigungswerke für die genannten Anlagen erprobt worden.

Dank der Unterstützung der Bundeswehr konnten sich die Gäste bei einer genehmigten und geführten Besichtigungstour über die frühere Infrastruktur des Platzes informieren. " Dabei haben sie viele neue Informationen gewonnen ", hat Klaus-Peter Keweloh von seinen Gästen erfahren, " deshalb möchten sie sich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei der Bundeswehr und insbesondere bei Hauptmann Herzog für seine unkomplizierte Unterstützung und bei Oberfeldwebel Naujoks für seine ortskundige Führung bedanken. "