Wenigstens die Wärmedämmung des zweiten Gebäudes der Groß Santersleber Kita " Kinderland " will die Gemeinde Groß Santersleben in diesem Jahr über die Bühne bringen. Für eine größere Investition oder gar die Erweiterung der aus allen Nähten platzenden Kita reicht das Geld der Gemeinde nicht.

Groß Santersleben. Sämtliche Förderanträge der Gemeinde in dieser Richtung sind bisher von den zuständigen Behörden abgelehnt worden, zuletzt ein Antrag auf Fördergelder des Bundesprogramms zum Krippenausbau.

Nun will die Gemeinde Groß Santersleben die pro Gemeindeeinwohner vom Land ausgereichte Pauschale des Landes aus dem Konjunkturpaket II für die Wärmedämmung der Fassade des zweiten Gebäudes im " Kinderland " verwenden. Das sind einschließlich der von der Gemeinde beizusteuernden 12, 5 Prozent der Gesamtkosten insgesamt 21 000 Euro. 2008 war bereits das erste Kita-Gebäude mit einer neuen Wärmedämmung und neuer Farbe ausgestattet worden.

" Das Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft prüft derzeit, wie weit wir mit diesem Geld kommen. Gegebenenfalls müssen wir noch mit weiteren Geldern aus dem Gemeindesäckel nachbessern. Fest steht, dass wir etwas für die Kita tun wollen ", bekräftigte Bürgermeister Andy Zacke nach der Ratssitzung am vergangenen Mittwoch.

Dritter Förderantrag für die Kita abgelehnt

Zacke teilte enttäuscht mit, dass der Groß Santersleber Förderantrag auf Gelder des von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen initiierten Bundesprogramms zum Krippenausbau abgelehnt worden ist. Damit setzt sich die inzwischen stattliche Reihe von Förderabsagen für die Kita " Kinderland " fort. Das Dilemma ist geblieben : Bereits Anfang dieses Jahres konnten 18 Wünsche auf Kinderbetreuung im Groß Santersleber " Kinderland " nicht erfüllt werden. Die Gemeinde hat ein Konzept in der Schublade.

Fertiges Projekt liegt schon in der Schublade

Für 300 000 Euro könnte ein Um- und Erweiterungsausbau der Kita mit Kreativ- und Mehrzweckraum, erneuerter Heizungsanlage und erweiterter Betriebserlaubnis realisiert werden. Die Kapazität der Kita könnte mit dem Projekt von 51 auf 69 Betreuungsplätze steigen.

Bei dem Rennen um Fördergelder der EU ( ELER-Mittel ) im vergangenen Jahr blieb Groß Santersleben auf der Strecke, ebenso fand bei dem speziell für Kitas ausgelegten Sonderprogramm des Landes im Rahmen des K-II-Paketes der Santersleber Antrag keine Genehmigung. Nun ist der dritte Antrag gescheitert. Doch die Gemeinde will trotzdem Schritt für Schritt vorankommen und nun kleinere Brötchen backen.