Nicht nur die Moser Kinder waren am Sonnabend aufgeregt, auch die Ortsbürgermeisterin Helga Steinig freute sich sichtlich auf die Einweihung des neuen Spielplatzes. Der wurde am Nachmittag eröffnet.

Mose. Um 15. 45 Uhr war es soweit. Bauamtsleiterin Sabine Bednorz und ein kleines Moser Mädchen schnappten sich die Schere und schnitten das rotweiße Absperrband zum neuen Spielplatz durch. Etwa dreißig Kinder stürmten die neuen Spielgeräte, schaukelten auf der " Polka " und drehten sich mit dem Karussell. " Die Kinder haben sich die Spielgeräte selbst ausgesucht ", erzählt Sabine Bednorz, " ein Karussell sollte unbedingt dabei sein. " So belagerten die Kinder auch prompt ganz begeistert ihr Wunschspielgerät, so ein ganz normales Karussell, ähnlich dem vierarmigen Ringelspiel, auf dem sich schon die Eltern und Großeltern der Kinder auf Spielplätzen drehten. Dieses Karussell stand den ganzen Tag nicht mehr still und als auch noch die Kinder von den Einschulungsfeiern auf den Spielplatz strömten, bildete sich gar eine Schlange.

Ganz wichtig war den Kindern auch ein Klettergarten, auf dem sie ihre Geschicklichkeit zeigen können. Die " Polka " hingegen macht Kribbeln im Bauch, ist eine Mischung aus Schaukel und Karussell. Und dann gibt es noch eine neue Federwippe.

" Die alten Spielgeräte haben wir integriert ", sagt Helga Steinig und zeigt auf eine klassische Wippe und eine Schaukel. Sie wurden lediglich umgesetzt. " Dann springen die großen den kleinen Kindern nicht ins Genick, wenn sie von der Schaukel hüpfen ", erklärt Helga Steinig die neue Aufteilung der Spielgeräte auf dem Platz.

" Innerhalb von zehn Wochen wurde das gesamte Areal vor dem Kulturhaus neu gestaltet ", sagt Sabine Bednorz, " das kostete 90 000 Euro. " Zur Baumaßnahme gehörte nicht nur die Errichtung der Spielgeräte. Der gesamte Platz bekommt bei angemessener Witterung einen neuen Rasen. Ein Großteil der Finanzierung steckt im Bau neuer PKW-Stellplätze. Davon gab es nämlich in der Vergangenheit viel zu wenige. " Bei Veranstaltungen parkten die Leute auf dem Rasen ", weiß Helga Steinig. Nun f nden 15 PKW auf der neuen Fläche Platz, ein Stellplatz wurde behindertengerecht gebaut. " Wir wollen diesen Bereich aber noch vom Spielbereich trennen ", sagt Sabine Bednorz, " demnächst wird eine freiwachsende Hecke gepf anzt. "

Die Kinder indes kümmerte der neue Parkplatz kein bisschen. Sie hatten sich längst mit einer Schaufel bewaffnet oder wühlten einfach mit den Händen im frisch ausgetauschen Sand des Buddelkastens. In allen vier Ecken waren eine Menge Schätze verborgen. Ronja, Annabell, Amely und die anderen Mädchen und Jungen bewiesen Geduld und Schatzgräbermentalität und zogen kleine rote Säckchen mit Spielzeug aus dem Sand.

Natürlich war auch an die Eltern gedacht worden. Sie konnten es sich bei Kaffee und Kuchen im Inneren des Kulturhauses gut gehen lassen. Die Feuerwehr hatte sich auch ein besonderes Highlight ausgedacht. " Wir simulieren einen Fettbrand ", erklärt Thomas Nagel, " zeigen, was passiert, wenn man eine heiße Pfanne unter den Wasserhahn hält. " Eine eigentlich unerträgliche Vorführung bei der hochsommerlichen Hitze des Sonnabend Nachmittags. " Aber wann sollen wir es sonst zeigen ?", zuckt Nagel die Schultern, " hier sind alle beisammen. "