Wolmirstedt. Wie war das eigentlich damals mit der großen Flut ? Gemeint ist nicht das Jahrhunderthochwasser 2002, sondern die Sintfut - die mit der Arche und Noah und den geretteten Tierpaaren und dem Berg Ararat. Wer das nicht so genau weiß, konnte es am Sonntag beim Einschulungsgottesdienst in der Katharinenkirche erfahren. Etwa 25 Kinder führten die Geschichte sehr ausführlich und sehr musikalisch vor.

" Wir haben mehrere Tage für diese Kantate von Günther Kretzschmar geprobt ", erzählt Gerhard Noetzel. Der Kantor, die Pfarrerin Gabriele Kerntopf und die Gemeindepädagogin Gabriele Küster hatten dabei die Fäden in der Hand und gemeinsam mit den Kindern aus vielen Gemeinden des Altkreises Wolmirstedt ein hübsches Musical auf die Bühne gebracht. Die Kinder sangen als Solisten oder im Chor, sie spielten die Archebauer und die Tiere, den Noah und am Ende überspannte ein Regenbogen das gesamte Ensemble, der natürlich selbstgemacht war.

Die Kinder des Musical-Projektes spielten und sangen nämlich nicht nur die Geschichte, sondern sie stellten auch die Requisiten selbst her. Bären, Löwen, Echsen, Schnecken und allerhand andere Tiere wurden jeweils zweimal auf Papier gemalt. Schließlich brauchte Noah zur Erhaltung der Art stets ein Männlein und ein Weiblein.

Die Geschichte der großen Flut begeisterte die vielen Besucher des Gottesdienstes und sie ist nicht ausschließlich in Wolmirstedt zu sehen. Die Premiere wurde bereits am Sonnabend in Colbitz gefeiert, am Sonntag in zwei Wochen wird " Die große Flut " um 15 Uhr in der Rogätzer Kirche aufgeführt.