Dolle. Etwa 40 Menschen demonstrierten gestern beim 193. Friedensweg für eine ausschließlich zivile Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Die Kundgebung zum Auftakt des Friedensweges fand unweit des Landsberges unmittelbar an der Bundesstraße 189 statt.

Dabei berichtete Christel Spenn von ihrer Teilnahme an der Aktion der Friedensreiter und an der " Tour de Natur ". Beide Aktionen richteten sich auch gegen eine militärische Nutzung der Heideregion.

Gisela Mühlisch informierte über ein Schreiben der Staatskanzlei. Darin war der Initiative Offene Heide mitgeteilt worden, dass ihr Wagen nicht beim Festumzug zum 13. Sachsen-Anhalt-Tag in Thale berücksichtigt werde. " Der Sachsen-Anhalt-Tag ist ein Volksfest, bei dem die kulturelle und regionale Vielfalt des Landes im Mittelpunkt steht. Es sollte von keinem Teilnehmer als Plattform genutzt werden, um politische Ziele zu befördern oder andere Beteiligte zu verunglimpfen ", heißt es in dem Schreiben der Staatskanzlei an Gisela Mühlisch. Die Teilnehmer des 193. Friedensweges unterzeichneten eine Unterschriftenliste, in der gegen diese Verfahrensweise protestiert wird.

Danach begann ein etwas verspäteter Frühjahrsputz. Die Friedensaktivisten hatten sich ein Stück Landschaft vorgenommen, das besonders arg unter dem Mülltourismus leidet. Nach getaner Arbeit nahm Versammlungsleiter Bernd Luge die Teilnehmer des Friedensweges auf eine abschließende Wanderung mit. Die rund fünf Kilometer lange Tour führte zu einem großen Findling in der Colbitz-Letzlinger Heide - dem Backenstein.

Der 194. Friedensweg beginnt am 6. September um 14 Uhr in der Neuenhofer Teichstraße.