Die Mitglieder des Hauptausschusses der Gemeinde Barleben haben vor Wochenfrist der Änderung einer Kreuzungsvereinbarung mit der Deutschen Bahn AG ihre Zustimmung gegeben. Die Änderung bezieht sich auf den Kreuzungspunkt am Vereinsgelände der Sportschützen. Der Beschlussvorlage muss am 3. September noch der Gemeinderat zustimmen.

Barleben. Die Bahn AG beabsichtigt, den Übergang auf der Strecke Magdeburg–Haldensleben-Oebisfelde in Höhe des Schießplatzes im Nordwesten der Gemeinde um- und auszubauen. Der in der Dunkelheit beleuchtete Bahnübergang ohne Rad- und Gehwegüberführung ist gegenwärtig durch eine Halbschrankenanlage gesichert. In seinem Bereich befinden sich drei Andreaskreuze mit integrierten Blinklichtern. Diese Art der Signalgebung entspricht nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften. Da der Übergang weder aufgelassen, noch der Verkehr auf einen benachbarten Kreuzungspunkt verlegt werden kann, kommt der regionale Netzbetrieb Südost der Bahn mit Sitz in Leipzig zu dem Schluss, den Übergang mit einer zeitgerechten Lichtzeichenanlage mit Halbschranken auszustatten. Gleichzeitig wird die kommunale Straße, die die eingleisige, nicht elektrifizierte Strecke in Höhe des Vereinsgeländes der Sportschützen kreuzt, begegnungsgerecht ausgebaut und somit die Sicherheit an der Kreuzung erhöht. Dass heißt, die Gemeindestraße bekommt eine Mindestbreite von 5, 50 Meter, zuzüglich eines Zuschlages für die Schleppkurve im Bereich des Bahnüberganges.

Eine Berliner Ingenieurgesellschaft für Verkehrsplanung und Verkehrsicherung beziffert die Umbau- und Ausbaukosten mit knapp 600 000 Euro. Bahn AG, Bund und die Gemeinde als Straßenbaulastträger teilen sich diese Kosten zu je einem Drittel. Die Umsetzung der Baumaßnahme ist für das Jahr 2011 vorgesehen. Der Anteil der Gemeinde beträgt zirka 199 540 Euro. Das Bau- und Serviceamt der Gemeinde stellt die benötigten finanziellen Mittel in den Haushaltsplan für 2011 ein.