Barleben / Glindenberg. Rückenwind, strahlend blauer Himmel, knapp 30 Grad. Die Sonne meinte es gut. In den Paddelpausen wurde Sonnenschutz nachgecremt. Campleiterin Jana Oelkers ( 26 ), Studentin aus Mönchengladbach, hatte nach dem Anlanden an der alten Glindenberger Kohlenabladestelle für die 140 Minuten währende Kanutour auf der Elbe nur einen Kommentar : " Super !". Die Kommune zog für den Abschluss des zweiten diesjährigen Workcamps wieder Kanutouristiker Gerhard Rentzsch hinzu. Die von ihm und seiner Ehefrau Monika angebotenen Touren liegen abseits vom Tourismusrummel. Sie vermitteln Paddeln im gesteuerten Großboot als Balsam für die Seele. Am Tourziel wird stets ein rustikaler Imbiss gereicht. Die Teilnehmer aus sechs Nationen löffelten hausgemachten Erbsen-Eintopf, der mit Rücksicht auf religiöse Befindlichkeiten nicht mit Bock- oder Knackwurst angereichert wurde. Morgen reist der erste Schwung in die Heimat zurück. Untergebracht waren die 15 jungen Leute ( unter anderem aus der Türkei und Bosnien-Herzegowina ) am Jersleber See, wo sie nach getaner Arbeit Gelegenheit zum Baden, Schwimmen, Ausspannen hatten – kurzum zu allem, was im Sommer Spaß macht. Wie bei allen früheren Workcamps kam das Kennenlernen von Land und Leuten nicht zu kurz. Die Wochenenden wurde für Bahnreisen nach Berlin, Hannover und Wolfsburg genutzt. Ansonsten bot die Umgebung vielerlei Erlebnismöglichkeiten – zum Beispiel die Skaterbahn am Rande des Ostfalenparks, das Freizeitcenter auf dem Pfahlberg mit seinen Bowlingbahnen und Spielautomaten sowie dem Multiplex-Kino " CineStar ".