Über ein alternatives Finanzierungskonzept für die Umgestaltung des Dorfteiches am Mammendorfer Weg informierte Groß Santerslebens Bürgermeister Andy Zacke am Mittwoch den Gemeinderat. Anlass waren Informationen, wonach die Chancen auf erhoffte Gelder für das Projekt am Dorfrand gegen Null gehen.

Groß Santersleben. Bisher war geplant, für 92 000 Euro das Gelände am Teich in ein naturnahes Naherholungsgebiet zu verwandeln. Im Haushalt der Gemeinde war dafür ein Eigenanteil von 50 000 Euro vorgesehen, weitere 42 000 Euro sollten als Fördermittel fließen. " Wir wollen das Projekt noch vor Bildung der Einheitsgemeinde in Angriff nehmen, deshalb müssen wir über eine alternative Finanzierung nachdenken, denn die Chancen auf Fördergelder stehen schlecht ", berichtete Zacke. Der Bürgermeister schlug vor, mit den im Haushalt bereits verankerten 50 000 Euro aus der Gemeindekasse einen ersten Bauabschnitt noch in diesem Herbst zu realisieren. " Davon könnten wir die benötigten zusätzlichen Flächen am Teich kaufen, außerdem den Teich vertiefen und vergrößern. Auch die gefällten Bäume könnten bewegt werden. "

Der jetzige Teich mit einer Fläche von etwa 1 000 Quadratmetern soll in Richtung Osten erweitert werden. 700 Quadratmeter kommen hinzu. Ein Teil dieser Erweiterungsfläche wird ein Röhrichtbereich sein. Mit dem Aushub der Erweiterungsfläche soll in Richtung der Autobahn ( Raststätte ), am Standort der inzwischen gefällten Pappeln, ein Lärm- und Sichtschutzwall gebaut werden. Auf dem Wall ist eine Benjeshecke vorgesehen, deren Grundlage die Stämme der gefällten Pappeln ist. Benjeshecken dienen der Tierwelt als idealer Lebensraum und Rückzugsgebiet.

Neu angepflanzt werden sollen bördetypische Bäume wie Ahorn, Linden, rot blühende Kastanien und am östlichen Ufer schmucke Kopfweiden. Am südöstlichen Rand ist eine befestigte Feuerstelle zum Grillen vorgesehen. Rustikale Ruhezonen sind ebenfalls im östlichen Bereich geplant. Über die Teichoberfläche soll ein kleiner Steg führen, auf dessen Boden die Besucher ihre Füße baumeln lassen können. Weitere Idee ist die Errichtung einer kleinen Insel in der Mitte des Teiches.

Alle im ersten Bauabschnitt nicht zu fi nanzierenden Arbeiten sollen nun mit Hilfe einer Windkraftfi rma umgesetzt werden. Diese will in der Groß Santersleber Gemarkung drei weitere Windräder errichten und muss für diesen baulichen Eingriff so genannte Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen schaffen. " Wir haben von der Windkraftfirma die schriftliche Zusage, dass ein Teil dieser Ausgleichsmaßnahmen für unser Dorfteichprojekt beantragt und auch genehmigt worden sind. Das Geld würde ausreichen, um die Teichgestaltung im nächsten Jahr abzuschließen ", betonte Zacke.