Zum 1. September 2008 stellte die Stadtverwaltung in Wolmirstedt nach langjähriger Pause erstmals wieder neue Auszubildende ein. Seitdem sorgen Sophie Butz und Dorita Müller für frischen Wind im Rathaus, und ziehen heute eine kleine Zwischenbilanz.

Wolmirstedt. Lächelnd erzählen Sophie Butz und Dorita Müller, dass es ihnen im Rathaus sehr gefalle, von Anfang an seien sie gut integriert und mit offenen Armen aufgenommen worden. Nach diesem ersten Ausbildungsjahr zu Verwaltungsfachangestellten

haben beide bereits verschiedene Arbeitsbereiche durchlaufen. " Ich habe schon in der allgemeinen Verwaltung, im Bauamt, im Personalbüro sowie im Ordnungsamt und im Sekretariat Erfahrungen gesammelt ", zählt die 19-jährige Dorita auf. Jeweils vier bis fünf Wochen konnte sie sich mit der Arbeit dort vertraut machen.

Sophie hat in anderer Reihenfolge bis auf das Personalbüro die gleichen Stationen absolviert, die Kasse kommt bei ihr noch dazu. Bislang kann die 17-Jährige keinen Favoriten unter den Abteilungen ausmachen, alle hätten ihren Reiz. Dorita dagegen erzählt : " Mir hat es besonders im Ordnungsamt gefallen. Der Bürgerkontakt bei der Antragsannahme hat Spaß gemacht. " Jetzt freut sie sich vor allem auf die Arbeit im Standesamt : " Das wird sicher sehr interessant. " Auch den Aufgaben im Einwohnermeldeamt sehen die Mädchen mit Spannung entgegen.

Nicht nur Dorita und Sophie haben Grund zur Freude. Auch Ausbildungsleiter Dr. Ringhard Friedrich zeigt sich sehr zufrieden mit seinen Zöglingen : " Beide bringen sich sehr gut ein, und waren von Anfang an allen Mitarbeitern gegenüber aufgeschlossen. Ihr Interesse an der Arbeit ist ihnen deutlich anzumerken. " So ist sich Friedrich nach dem ersten Jahr sicher, dass es richtig war, wieder junge Leute in die Stadtverwaltung zu holen und auszubilden.

Insgesamt sind auch Dorita und Sophie überzeugt von ihrer Entscheidung, die Ausbildung im Rathaus begonnen zu haben. " Wolmirstedt ist mir sehr ans Herz gewachsen ", erklärt Sophie, die jeden Tag den Weg aus Rogätz auf sich nimmt, " gern würde ich hier bleiben. " Auch Dorita, die aus Lindhorst stammt, sagt, dass sie vor allem die Nähe zu Familie und Freunden schätze. Sie würde sich sehr wünschen, bei einem guten Abschluss übernommen zu werden. Die Chancen dafür stehen wohl nicht schlecht, auch das Rathaus braucht schließlich Nachwuchs. Die Möglichkeit der Weiterbildung zur Verwaltungsfachwirtin schließt Dorita ebenfalls nicht aus. Doch das ist noch Zukunftsmusik : Erst im August 2011 ist ihre Ausbildung beendet.

Zunächst sind Dorita und Sophie noch bis Mitte September im Rathaus, dann geht es bis Anfang November an die Berufsschule in Haldensleben. Dort erlernen sie in zwei sechswöchigen Berufsschulblöcken pro Jahr das fachtheoretische Wissen ergänzend zur Arbeit in Wolmirstedt. " Ich bin aber lieber praktisch tätig ", erzählt Sophie, " die Arbeit im Rathaus, und damit die Anwendung des Wissens, macht mir mehr Spaß. "

Den nächsten zwei Jahren blicken die jungen Auszubildenden optimistisch entgegen. " Wir freuen uns auf alles Kommende ", sind sich Dorita und Sophie einig.