Farsleben ( cl ). Im Farsleber Ortschaftsrat wurde die geplante Umbenennung von Straßen diskutiert. Wie Marlies Cassuhn am Mittwoch vor den Räten mitteilte, sei nach erneuter Nachfrage bei der Kommunalaufsicht strittig, ob der Zusatz der Ortschaft bei Adressen ausreiche ( Volksstimme berichtete ). Die Stadt habe die Kommunalaufsicht darum gebeten, bis zum 7. September eine Stellungnahme abzugeben, ob die Umbenennung rechtlich notwendig sei, oder nicht.

Die Ortsräte erachteten es mehrheitlich für sinnvoll, die mehrfach auftauchenden Straßennamen im Stadtgebiet umzubenennen. Gerade um Unklarheiten auszuschließen, falls Anwohner einmal Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienst alarmieren müssten. Deshalb stimmten sie mit nur einer Gegenstimme für die Beschlussvorlage. Allerdings verfügten sie eine Änderung. So soll die Farsleber Straße in Wolmirstedt beibehalten und dafür die Farsleber Straße in Mose in Farsleber Weg umbenannt werden.

Rolf Knackmuß ( UWG ) äußerte Verständnis für den " Lokalpatriotismus ", stimmte aber gegen die Änderung und die gesamte Vorlage. " Die Rogätzer und die Farsleber Straße in Wolmirstedt bilden eine Verkehrseinheit – allerdings mit zwei Namen. Eine Umbenennung macht an dieser Stelle also verwaltungstechnisch durchaus Sinn. " Ob sich die Rettungskräfte nach einer Umbenennung der Straßen besser zurechtfi nden würden, bezweifelte Knackmuß. Wenn man mit Navigationsgeräten arbeiten würde, sei das Kartenmaterial eh nicht so aktuell, dass die umbenannten Straßen darin Niederschlag fi nden würden.

Ortsbürgermeister Klaus Böhnke schlug vor, die Frist zur Umbenennung vom 1. Januar 2010 auf den 1. Juli zu verschieben, um den betroffenen Bürgern mehr Zeit für die dann notwendigen Behördengänge zu geben. Zwar könne man Pass und Personalausweis bei der Stadt kostenlos ummelden. Adressänderungen auf Briefköpfen, Stempeln oder beispielsweise der Pkw-Zulassung wären aber für die Anwohner kostenpfl ichtig.