Ein Veranstaltungsreigen wird zum " Tag der Regionen " am 4. Oktober alle Gemeinden der Hohen Börde umspannen. Gestern trafen sich die Vertreter der mitwirkenden Vereine, Einzelpersonen und Helfer zu einem Vorbereitungsgespräch im Wellener Bürgerhaus " Dorfscheune ".

Wellen / Hohe Börde. Appetit auf die Hohe Börde machte bereits das gestrige Frühstücksbufett in der Wellener " Dorfscheune " : Forellen aus den Hohenwarsleber Bösche-Teichen, Bördebrot aus Ochtmersleben, ein " Magdeburger Sister " ( Tontopfkuchen ) aus Nordgermersleben, Wurst aus Bebertal, Schinken und Holunderblütengelee aus Niederndodedeleben, Gehacktes aus Wellen und Honig aus Bornstedt gaben einen Vorgeschmack auf die Kostbarkeiten der 14 Mitgliedsgemeinden, die sich allesamt zum Tag der Regionen am 4. Oktober präsentieren wollen. " Klimaschutz durch kurze Wege " heißt das Motto des bundesweiten Aktionstages.

" Wir wollen am Tag der Regionen mit Ihnen der neuen Hohen Börde ein Gesicht und einen Geschmack geben, ein angenehm anderes Gesicht, das seine Besonderheiten und Schönheiten wohltuend, aber ohne Protz präsentiert. Wir wollen an vielen Standorten im Kleinen zeigen, was das Leben auf dem Bördelande ausmacht, was hier wächst und gedeiht, was wir mögen und was wir lieben ", meinte Verwaltungsamtsleiterin Steff Trittel zum Auftakt des Koordinationsreffens.

Zum ersten Mal saßen Vertreter aus allen Mitgliedsgemeinden am Tisch. Die Besucher dürfen sich im Herbst auf gewohnte und neue Höhepunkte freuen.

Eine Neuheit wird beispielsweise der Heimatverein Bebertal neben der gewohnten Führung durch Schloss, Park und Tal an der Veltheimsburg präsentieren : " In unserem neuen, zweiten Zimmer der Heimatstube bauen wir derzeit eine Ausstellung über historische Radio- und Fernsehgräte auf, die wir am 4. Oktober eröffnen wollen ", berichtete Wolfgang Brennecke, der Vorsitzende des Heimatvereins Bebertal. Die Bornstedter denken darüber nach, eine historische Feuerwehrausstellung zur Übergabe des Feuerwehranbaus zu veranstalten. Gemeinderat Holger Rieserberg verriet : " Es gibt viele Ideen, etwa die eines historischen Feuerwettkampfes. Das ist denkbar, fest steht aber noch nichts. "

Ein Höhepunkt des " Tages der Regionen " wird sicherlich das von Eichenbarleber und Niederndodeleber Vereinen organisierte Kartoffelfest mit Vogelscheuchenwettbewerb auf dem Gelände der Eichenbarleber Grundschule sein.

Das Holunderkontor wird in Niederndodeleben mit anderen Anbietern aus der Region zu einem Ausfug in die Welt der Öle und Kräuter einladen, die Rottmersleber Jakobus-Pilgerkirche entführt in die Zeit der biblischen Salben und Essenzen.

Neu im Programm ist auch eine Vereinsschau am neuen Groß Santersleber Hopfen-Info-Haus, die sich – natürlich – rund um das einst nördlichste Hopfen-Anbaugebiet Deutschlands drehen wird. Der Hohenwarsleber " Kulturverein Hohe Börde " denkt laut Angaben seines Vorsitzenden Erhard Beulecke über eine plattdeutsche Veranstaltung zu Ehren der Heimatdichterin Hedwig Gorges nach, auch über eine Wanderung bis hinauf in die luftigen Höhen eines Windrades.

Bis zum 7. August sammelt nun die Verwaltungsgemeinschaft Hohe Börde alle geplanten Aktivitäten. Bis dahin müssen die Veranstaltungen feststehen, da sie ab September im Internet veröffentlicht werden sollen.

Das gestrige Treffen diente vor allem der Abstimmung der Veranstalter untereinander. Kontakte wurden geknüpft, Kooperationen angebahnt. Man darf gespannt sein, wie bunt und vielseitig sich die Hohe Börde am 4. Oktober der Öffentlichkeit zeigen wird. Der Appetit ist jedenfalls geweckt.