Im Elbeuer Sportlerheim treffen sich wöchentlich fünfzehn Tanzbegeisterte. Als Axel Arand im Januar zur Linedance-Schnupperstunde lud, ahnte er wohl schon, dass dieses Angebot auf Interesse stoßen würde. Mittlerweile hat die Gruppe schon mehrere Auftritte absolviert.

Elbeu. Aus den großen Boxen schallt die Countrymusik. Und während draußen auf dem Rasen die Fußballer trainieren, heißt es im Sportlerheim immer dienstags : " Hacke ist angesagt !". Axel Arand lud im Januar dieses Jahres zu einem Linedance-Schnupperkurs nach Elbeu. Dreizehn Frauen und zwei Männer folgten dem Aufruf und sind seitdem begeistert bei der Sache. Mittlerweile haben die " Ohre-Linedancer ", wie sie sich selbst nennen, schon Auftritte auf privaten Festen absolviert, beim Mühlentag an der Elbeuer Wassermühle und im Festumzug zur 1000-Jahr-Feier ihr Können gezeigt.

Dass sie Spaß an der einzigen partnerunabhängigen Tanzform haben, ist den Gruppenmitgliedern anzumerken. " Der Linedance trainiert natürlich vorrangig die Beine ", erklärt Axel Arand. " Aber es ist auch ein gutes Gehirnjogging ", fügt Nicole Kempe an. Die 23-J ährige ist von Anfang an dabei – und die jüngste Tänzerin der Gruppe. " Ich fand diesen Tanzstil immer schon toll ", beschreibt sie ihre Motivation, die sie damals die Schnupperstunde besuchen ließ.

Neben den wöchentlichen Trainingseinheiten übt die Colbitzerin – genau wie die anderen – auch Zuhause weiter. Eine CD mit spezieller Musik hat Arand verteilt, dazu gehören Blätter, auf denen er die zu den Liedern passenden Schritte aufgeschrieben hat. Für Laien mögen diese sogenannten " step sheets " kryptisch anmuten, Nicole und ihre Mitstreiter wissen dagegen mittlerweile genau, dass sie beim " Point " beispielsweise mit der Fußspitze auftippen müssen, während der " Shuff e " einem Cha-Cha-Cha-Schritt ähnelt.

" Der Linedance besteht vor allem aus unterschiedlichen Kombinationen der Grundschritte, die immer wieder neu variiert werden. Deshalb passt diese Tanzrichtung auch nicht nur auf Countrymusik, sondern auch zu lateinamerikanischen Rhythmen, irischen Liedern oder Titeln aus den Charts wie ‚ Pokerface ‘ von Lady Gaga ", räumt Arand mit einem Irrglauben auf.

Die " Ohre-Linedancer " freuen sich schon auf ihren Abschlussball Ende August. Danach geht es für die Gruppe nahtlos mit dem Training weiter. Wer Lust hat, selbst mal Linedance zu probieren, der kann sich per E-Mail an Axel Arand wenden ( DJ-Alex 50 @ gmx. de ). Finden sich genug Interessenten zusammen, wird ein neuer Grundkurs eröffnet. Auch für die neuen Teilnehmer heißt es dann : " Hacke ist angesagt !"