Hundisburg. Angler sind eine eingeschworene Truppe. Die Hundisburger und die Ilsenburger Anglergruppen sind dafür bestes Beispiel. Seit 35 Jahren treffen sie sich jedes Jahr am Hundisburger Steinbruch zum Zelten und Angeln. So auch am Wochenende wieder.

Der Hundisburger Fritz Seidel hatte erneut etliche Stunden Freizeit geopfert, um das Jubiläumstreffen vorzubereiten. Genehmigungen mussten eingeholt werden, damit die Angler wieder im Naturschutzgebiet ihre Zelte aufschlagen durften, Bänke, Tische und Zelte mussten herangeschafft werden. " Ohne unseren Fritz würde es das Treffen sicher gar nicht mehr geben ", lobten die Hundisburger und Ilsenburger Angelfreunde.

Und dabei wollen die Ilsenburger auch die nächsten 100 Jahre noch nach Hundisburg kommen, wie Thomas Jungermann vom Vorstand der Ilsenburger Anglergruppe " Brockenblick " sagte. Durch einen Angelfreund, den es zunächst nach Hundisburg und später nach Ilsenburg verschlagen hatte, war der Kontakt zustande gekommen. Seither ist die Freundschaft Jahr um Jahr mehr gewachsen.

Das weiß kaum einer besser als Günter Stempel. Der Ilsenburger ist von Beginn an in jedem Jahr in Hundisburg dabei. Er kann sich noch gut an die Anfänge erinnern. " Früher sind wir noch mit Motorrädern hierher gekommen ", berichtete Günter Stempel am Freitagabend beim traditionellen Grillen. Am Wochenende waren sie mit 15 Frauen, Männern und Kindern angereist, um gemeinsam zu feiern und natürlich auch zu angeln. Eingeladen waren auch der frühere Hundisburger Bürgermeister Diethard Krüger, ehemalige und aktuelle Ortsräte sowie der amtierende Ortsbürgermeister Josef Franz. Er fand nur lobende Worte für die Angler. " Auf unsere Angler ist immer Verlass. Schön, dass wir so einen Verein hier im Ort haben. Das Vereinsleben war auch ein Grund, warum wir beim Wettbewerb, Unser Dorf hat Zukunft ‘ den zweiten Platz errungen haben ", so Josef Franz.

Ein Dank ging auch an die Naturschutzbehörde, die es den Anglern wieder erlaubt hatte, das Treffen stattfinden zu lassen. Damit das Naturschutzgebiet rund um den Steinbruch auch weiter erhalten und gepflegt werden kann, richtete Fritz Seidel an alle Besucher einen Appell : " Alle, die hier her kommen und etwas mitbringen, sollten es später auch wieder mitnehmen !"