Die Hüllen sind gefallen – seit vergangenem Freitag präsentiert sich das neue Verwaltungsgebäude des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes ( WWAZ ) ohne Gerüst. Die Arbeiten im Neubau gehen gut voran. Ein Baustellenreport.

Wolmirstedt. Neben der wöchentlichen Bauberatung zieht es Bernd Zabel dennoch täglich auf die Baustelle des neuen Verwaltungsgebäudes. Der WWAZ-Mitarbeiter kümmerte sich von Anfang an um das Zwei-Millionen-Euro-Bauprojekt in der Innenstadt. Am vergangenen Freitag fel das Gerüst und gab den Blick auf die Sandsteinfassade frei.

Im Bauplan kann Zabel mittlerweile an viele Teilabschnitte einen Haken setzen. So ist beispielsweise die Fassade zu 80 Prozent fertiggestellt. " Wir haben hier mit vorgeblendetem Sandstein gearbeitet, der auf einer Alu-Trägerplatte befestigt wurde ", erklärt er. Neben dem kompletten Trockenbau sind auch die Estrich-Arbeiten mittlerweile erledigt.

" Derzeit läuft der Innenausbau mit den Malern, außerdem wird gerade der Fahrstuhl eingebaut ", gibt Bernd Zabel einen Einblick in den Bauablaufplan. Zwischen den Etagen wurde von einer Wolmirstedter Firma als besonderes Schmuckstück eine Stahltreppe eingebaut, die aber bis zur Einweihung des Verwaltungsgebäudes noch einen hölzernen Handlauf erhalten soll.

Nicht nur von außen ist spürbar, dass der Bau des Verwaltungsgebäudes mehr als zügig vorangeht. Ob man wie geplant im Oktober oder doch eher fertig würde, darauf will sich Bernd Zabel nicht festlegen.

Frank Wichmann erklärt : " Wir werden je nach Bauende sehen, ob und wann die Verwaltung in den Neubau einziehen wird. Es ist möglich, dass erst die Technik-Mitarbeiter umziehen und die aus der Verwaltung erst, wenn der Jahresabschluss fertig ist. Wir haben keine Eile, in der Seegrabenstraße den Stecker zu ziehen ", so der WWAZ-Geschäftsführer.

In der August-Bebel-Straße sind es die kleinen Bauabschnitte des Innenausbaus, die noch ausstehen. " Die Fliesenarbeiten sind erst zu zehn Prozent fertig, in den Treppenhäusern und Fluren müssen noch Fliesen sowie in den Büros der Teppich verlegt werden. Auch die Innentürenmontage und die Sanitärkomplettierung stehen noch aus ", weiß Bernd Zabel. Derzeit laufe die Ausschreibung für das Außengelände und die zusätzlichen Parkflächen. Schon in der kommenden Woche soll die Vergabe erfolgen, so dass in circa zwei Wochen mit der Gestaltung des Außenbereiches begonnen werden könnte, erklärt Zabel.

Sobald die Mitarbeiter umgezogen sind und das neue Verwaltungsgebäude mit Leben erfüllen, will Frank Wichmann darin auch Platz für die Kunst schaffen. Im Erd- sowie ersten Obergeschoss soll Platz für Bildergalerien wechselnder Wolmirstedter Kunstzirkel geschaffen werden.