Meitzendorf ( il ). 34 Naturfreunde sind am Sonntag mit dem NABU Ohrekreis bei Meitzendorf auf Bienenfresser-Beobachtungstour gegangen. Seit einigen Jahren ist in einigen Kiesgruben des Altkreises Wolmirstedt der Singvogel heimisch. In störungssicherer Entfernung hatte NABU-Mitglied Andreas Seidel die Beobachtung einer Bienenfresser-Brutwand vorbereitet und erläuterte den Naturfreunden Lebensweise, Verhalten und Schutzmöglichkeiten des Vogels. Dabei konnten die imposanten Tiere direkt vor der Brutwand beobachtet werden. Wegen der stattfindenden Jungenaufzucht herrschte reges Treiben vor den Bruthöhlen. Wiederholt wurden auf den im Frühjahr angebrachten Sitzästen bis zu fünf Altvögel gleichzeitig mit Beute im Schnabel beobachtet. Die Beute fangen Bienenfresser während des geschickten Fluges. Der farbenfrohe und durch seine charakteristischen Laute auffällige Bienenfresser lockt leider auch einige sachunkundige Interessenten an, die durch Foto-Nahaufnahmen oder Betreten der Brutwände das Brutgeschäft stören. Insbesondere bei nasskalter Witterung, wenn der Insektenflugbetrieb gering ist, kann das schnell den Verlust der gesamten Brut bedeuten. Störungen am Brutplatz sind deshalb strengstens verboten.