Die Volksstimme hat Sie, liebe Leser, aufgefordert, ihre Wünsche an den neuen Stadtrat aufzuschreiben. Jürgen Wolniczak aus Glindenberg folgte diesem Aufruf. Ihn stören zwei Baracken entlang des Radweges zwischen Wolmirstedt und Glindenberg, die seiner Meinung nach einen echten Schandfeck an dieser schönen Radwegverbindung darstellen.

Wolmirstedt. " Spieglein Spieglein an der Wand, wer hat den schönsten Radweg im Bördeland ?" Auf diese Frage würde Jürgen Wolniczak seit dem 4. April 1998 mit " Wir " antworten. Der Glindenberger nutzt gern die Radwegeverbindung zwischen der Elbgemeinde und der Ohrestadt, die an einer alten Linden- und Eichenallee über die Ohrebrücke am Kiesbagger und einem modernen Kuhstall vorbeiführt. " Ein richtiger Schandfeck sind allerdings die zwei Behelfsheime, die an der Strecke stehen. Seit über 20 Jahren sind sie nicht mehr bewohnt, dafür aber mit Graff ti ‚ verschönert ‘. Mein Wunsch an den neuen Stadtrat ist es, dass dieser trostlose Anblick ein Ende hat und dieser Schandfeck so schnell wie möglich beseitigt wird ", schrieb Wolniczak per EMail.

Wie die Volksstimme auf Nachfrage erfuhr, muss der Stadtrat bei diesem Problem gar nicht mehr aktiv werden. Denn im Februar 2008 schloss die Stadt mit dem Naturschutzbund ( NABU ) Barleben eine Pf egevereinbarung für dieses Flurstück ab. Im Vertragspapier wird das Vorhaben als " Biotoppfege im Gebiet der Stadt Wolmirstedt, Teilobjekt Glindenberger Chaussee " bezeichnet. Gegenstand der Vereinbarung ist die Pfege und Unterhaltung sowie die zielgerichtete Entwicklung des Grundstückes. Die Fläche, auf der auch die Baracken stehen, ist Eigentum der Stadt und 2131 Quadratmeter groß.

Festgelegt wurde unter anderem, dass sich der NABU um die Beräumung der Fläche von Müll kümmert sowie den Abriss der bestehenden Gebäudereste vorbereitet, das Grundstück entsiegelt und renaturiert. Weitere im Vertrag für den NABU festgelegte Aufgaben sind die Pf ege des Grundstückes und die Gewährleistung von Ordnung und Sauberkeit. Ziel ist " die Umgestaltung zu einem im Sinne des Naturschutzes bewirtschafteten Mustergarten oder eine Streuobstwiese ", heißt es in der Pf egevereinbarung.

" Der Abriss der

Gebäude soll im

nächsten Jahr noch

erfolgen "

" Das Gebiet war für uns deshalb von Interesse, weil es auch uns stört, dass die Fläche so vermüllt und verunkrautet und die Baracken immer mehr zusammenfallen ", erklärt Jörg Brämer vom NABU seine Motivation zum Abschluss der Vereinbarung. " Eigentlich hatten wir einmal gedacht, das Gebiet bis zur 1000-Jahr-Feier in Schuss bringen zu können, doch das haben wir nicht geschafft. "

Bisher hätte man aber immerhin schon den Müll vom Gelände beräumt, erklärt Brämer. Auch Angebote für den Abriss habe man schon eingeholt. Allerdings versucht der NABU derzeit, die dafür anfallenden Kosten durch Fördermittel mit zu decken.

" Ich hoffe, dass wir im Laufe des nächsten Jahres mit dem geplanten Abriss fertig sind und an der Stelle eine schöne Streuobstwiese entstanden ist ", so Jörg Brämer zuversichtlich.

f Schreiben Sie uns Ihre Wünsche an den Stadtrat : Volksstimme Wolmirstedt, Samsweger Straße 15, 39326 Wolmirstedt. Wir freuen uns auch über Anrufe unter der Telefonnummer ( 039 201 ) 7 05 21 oder eine Mail an redaktion. wolmirstedt @ volksstimme. de