Die Fassade des Hillersleber Bürgerhauses " Am Köhlerberg " wurde am Sonnabend einer Verjüngungskur unterzogen. Fleißige Hände von Mitgliedern des Bürgerhausvereines gaben dem Gebäude einen farbenfrohen Anstrich.

Hillersleben. " Seit der Gründung unseres Vereines im Jahr 2004 haben wir in das Bürgerhaus etwa 18 500 Euro investiert ", berichtete Jutta Kronig, Vorstandsmitglied im Bürgerhausverein und neuerdings auch stellvertretende Hillersleber Bürgermeisterin. Allein die bei der jüngsten Aktion verwendete Fassadenfarbe hat 1400 Euro gekostet.

Am Sonnabend bekamen die Giebelseite und die Straßenfront einen neuen Anstrich. " Es ist aber noch soviel Farbe übrig, dass auch die Hinterfront noch gestrichen werden kann ", so Jutta Kronig. Deshalb treffen sich morgen noch einmal die männlichen Vereinsmitglieder zu einem Arbeitseinsatz. " Wir Frauen sind dann am Freitag gefragt, wenn die Fenster im Bürgerhaus geputzt werden müssen ", lädt Jutta Kronig alle f eißigen Helferinnen ein.

Das Gebäude gehört zwar der Gemeinde, doch stand es jahrelang leer und war wegen der klammen Gemeindekassen und einem fehlenden Nutzungskonzept dem Verfall preis gegeben. Dann taten sich Hillersleber Bürger zusammen, um die ehemalige Gaststätte zu einem Bürgerhaus umzugestalten. Inzwischen gehören dem rührigen Verein 48 Mitglieder an.

Tausende Stunden ihrer Freizeit haben die Vereinsmitglieder in den vergangenen Jahren geopfert, um das in den 60-er Jahren errichtete Gebäude wieder herzurichten. Dazu kommen zahlreiche Materialspenden sowie die Unterstützung von Sponsoren.

Früherer Lagerraum

wird zur Bar gestaltet

In den ersten Jahren lag der Schwerpunkt auf der Gestaltung des Innenraumes. Dazu gehörte auch die Anschaffung von 180 Stühlen sowie Tischen. Allein dafür bezahlte der Verein die stolze Summe von rund 8000 Euro, die Vereinsmitglieder aus der eigenen Tasche vorschossen. Bei zahlreichen Arbeitseinsätzen bekam das Gebäude dann neue Fenster, eine neue Eingangstür und legten die Bürgerhaus-Aktivisten eine Terrasse vor dem Haus an. Einen früheren Lagerraum, der komplett ausgebaut, gefiest und getäfelt wurde, gestalteten sie so, dass daraus eine schnuckelige Bar entstand.

" Eine ganz wichtige Aufgabe steht uns aber noch bevor - nämlich die Modernisierung der Sanitäranlagen ", benannte Jutta Kronig ein Problem, das den Vereinsmitgliedern auf den Nägeln brennt. Dafür sei bereits ein Kostenvoranschlag entstanden. " Doch die darin aufgeschlüsselten Kosten von rund 12 000 Euro können wir als Verein nicht selbst stemmen. " Deshalb hoffen die Hillersleber auf Unterstützung von Sponsoren oder auf eine Verbesserung der Haushaltssituation der Gemeinde. Übrigens zahlt der Verein an die Gemeinde ein jährliches Nutzungsentgelt von 1200 Euro. " Doch das wird mit den von uns erbrachten Leistungen verrechnet ", erläuterte Jutta Kronig. Von den Hillerslebern wird das Bürgerhaus jedenfalls gut angenommen. Das sieht man nicht nur bei den zahlreichen Veranstaltungen, die der Bürgerhausverein organisiert. Auch für private Familienfeiern wird das Haus gern angemietet.