Landkreis Börde ( ht ). Das zweite Planfeststellungsverfahren für die Nordverlängerung der A 14 ist jetzt eingeleitet worden. Es betrifft den rund 13, 2 Kilometer langen Abschnitt zwischen Dolle und der Anschlussstelle Lüderitz, informierte das Verkehrsministerium gestern. " Das ist ein ganz wichtiges Signal und bringt uns dem Bau dieser besonders für die Altmarkregion wichtigen Verkehrsachse einen großen Schritt weiter ", erklärte Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre. Die betroffenen Verwaltungsgemeinschaften seien bereits am Montag informiert worden. Ab dem 11. August liegen die Unterlagen ein Monat öffentlich in den Kommunen Burgstall, Dolle, Windberge, Weißewarte, Hottendorf, Letzlingen, Tangerhütte und Lüderitz aus. Bis zum 24. September können alle Betroffenen – Kommunen, Behörden, Vereine, Bürger – Stellung zu den Planungspapieren nehmen.

Bereits im Februar war das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Colbitz eröffnet worden. 75 Einwendungen sind zu diesem sieben Kilometer langen Teilstück beim zuständigen Landesverwaltungsamt eingegangen. Vom 14. bis 18. September wird es in Colbitz eine öffentliche Anhörung geben, erklärte die Sprecherin der Behörde, Denise Vopel, gestern. Ende des Jahres könnte der Planfeststellungsbeschluss vorliegen. Er bedeutet Baurecht. Im Mai hatte Brandenburg das erste Planfeststellungsverfahren für die nordverlängerte A 14 für den Abschnitt Wittenberge-Karstädt eröffnet.

Die A 14-Nord soll über 155 Kilometer Magdeburg mit Schwerin verbinden. Die Baukosten werden auf 1, 3 Milliarden Euro geschätzt. Bis zum Jahr 2015 sollen in einem ersten Schritt drei Bauabschnitte für 775 Millionen Euro realisiert werden. Bis 2020 sollen die wichtigsten Autobahnabschnitte fertiggestellt sein.