Wer Wolmirstedt nur vom Durchfahren kennt, hat das Beste verpasst. Soviel ist klar. Viele Besucher täten der Stadt und der Region gut, Gäste bringen schließlich Leben in die Bude. Die Vorraussetzungen sind gar nicht so schlecht. Jakobsweg und Elberadweg führen hier entlang. Die Schlossdomäne ist eine Perle. Heide, Kalimandscharo und das Küchenhorn sind in Radfahrernähe. Wir haben viel mehr, als uns manchmal bewusst ist. Das Einzige, was fehlt, sind ein paar mehr Verrückte. Enthusiasten, die der Stadt mit ungewöhnlichen Aktionen Leben einhauchen. Sei es eine Sonnenblumenschau, Sackhüpfweltmeisterschaften oder ein Sommertheater. Burghof, Schlossplatz und Freilichtbühne sind da. Gastronomie auch. Die ewig ausgebuchten Führungen des Museums zeigen, was geht. Wenn sich hier die Spirale weiter dreht, Nachfrage und Angebot hochschraubt, geht Stadtmarketing fast von allein. Busladungen von Touristen über einen leeren Platz zu schicken, kann nur ein Anfang sein und sei die Kulisse noch so historisch. Erzwingen lässt sich Verrücktes nicht. Aber wenn es dennoch passiert, muss es jemanden geben, der das in die Welt posaunt.