Wolmirstedt. Die Diesterweg-Grundschule soll sich verwandeln. Aus dem grauen Plattenbau, " Typ Erfurt ", soll eine moderne Grundschule mit einem großzügigen Hortbereich und neuen Außenanlagen entstehen. Dafür werden 3, 3 Millionen Euro investiert.

" Uns war von vornherein klar, dass wir den Umbau nicht bei laufendem Schulbetrieb stemmen können ", erklärt Bürgermeister Dr. Hans-J ürgen Zander. Mittlerweile steht fest, wie der Schulbetrieb während der gut einjährigen Bauzeit organisiert werden wird. " Wir ziehen in die Harnisch-Schule mit ein ", erklärt Diesterweg-Schulleiterin Petra Heimlich. " Wir nutzen die Schule im Wohngebiet Deutsche Einheit, wo man uns dankenswerterweise Platz gemacht hat, als Basis. " Zusätzlich würden Container-Systembauten aufgestellt, die, natürlich im Winter beheizt, als ergänzende Klassen- und Horträume genutzt werden sollen.

" Wir haben uns auch deshalb für den Komplettauszug mit den derzeit 190 Schülern entschieden, um die bestehende Struktur der Klassenverbände zu erhalten. Jede Klasse bekommt ihren Raum, so wie es die Schüler kennen. Auch die Ganztagsbetreuung mit dem Hort wird während der ganzen Bauzeit gewährleistet ", verspricht die Schulleiterin. Der Sportunterricht wird weiterhin in der Halle der Freundschaft erfolgen. " Wir sind bemüht, die Wege für die Kinder so sicher und so kurz wie möglich zu halten und denken derzeit noch über eine Lösung dieser Frage nach ", so Petra Heimlich weiter.

Spätestens nach den Sommerferien, wenn 37 Abc-Schützen bei Diesterwegs eingeschult wurden, soll eine Informationsveranstaltung für die Eltern angeboten werden. " Wir gehen bis jetzt davon aus, dass der Umzug in den Winterferien, also im Februar 2010, erfolgen wird. Die Bauzeit wird ungefähr ein Jahr betragen, der Rückzugstermin dann mit den Eltern geklärt ", ergänzt Bürgermeister Zander.

" All das Warten auf den Neubau und der Aufwand mit dem Umzug lohnen sich aber, wenn man sieht, wie die Schule danach aussehen wird, was aus Typ Erfurt auch entstehen kann ", ist Petra Heimlich überzeugt. Deshalb macht die Stadt den Eltern das Angebot, einen Ausfug nach Burg zu organisieren, wo man sich eine baugleiche und von denselben Architekten wie in Wolmirstedt geplante Schule anschauen kann.