Nach 41 Jahren in Diensten der Wellener Kinder sagte gestern Kita-Leiterin Brigitte Künne " Auf Wiedersehen " und verabschiedete sich in den Vorruhestand. " Mit Brigitte geht eine Institution unseres Kindergartens, kurz : eine tolle Erzieherin ", würdigte Bürgermeister Holger Stahlknecht die Verdienste und die Beliebtheit der Scheidenden. Die Kinder und Erzieherinnen sangen und tanzten zum Abschied.

Wellen. Drei Generationen Wellener Kinder sind durch die liebevollen Hände von Brigitte Künne gegangen, einige ihrer ersten Schützlinge bringen heute als Großmütter ihre Enkel in die Kita " Kleeblatt ". 1968 nahm sie ihre Arbeit als Erzieherin in Wellen auf, sechs Jahre später wurde sie Kindergartenleiterin. " Es war immer eine wunderschöne Arbeit gewesen. " Fragt man sie nach besonders schönen Erlebnisse, antwortet Brigitte Künne : " Schön war es immer. Das fing schon am Morgen an, wenn mir die Kinder mit einem offenen Lächeln und strahlendem Gesicht entgegen kamen. Kinder können ihre Stimmung nicht verbergen, sind eben offen und ihre Reaktionen ehrlich. Das hat mich immer fasziniert. Auch wenn ich einmal etwas falsch gemacht habe, habe ich das an den Reaktionen der Kleinen sofort gemerkt.

Ich hatte immer ein tolles Team an der Seite

Es war eine anstrengende Arbeit, die mir viel abverlangt hat, was ich aber gern gegeben habe. Und nicht zu vergessen : Ich hatte ein tolles Team. Das ist viel wert in meinem Beruf. "

Zum großen Abschied hatte jede Gruppe der seit einem Jahr von der Lebenshilfe Ostfalen betriebenen Wellener Kita ein kleines Geschenk gebastelt. Die Erzieherinnen und Eltern trugen kleine Gedichte vor. Ihre Kolleginnen hielten auch originelle Abschiedsgeschenke bereit, so eine jahrzehntealte Suppenkelle, die trotz ihrer Löcher bis vor Kurzem ihren Dienst im " Kleeblatt " erwiesen hatte. Auch eine Bastelmappe, die Ende der 60 er Schützling Ilka Kitzinger als erste – und nach ihr viele weitere Kindergenerationen – gefüllt hatten. Silvia Grahn von der Lebenshilfe dankte Brigitte Künne für ihre Arbeit ebenso wie die Eltern.

Dann war große Party angesagt. Die Kita-Mannschaft tanzte ausgelassen, die Tränen waren verdrückt, das Lachen regierte. Brigitte Künne freut sich auf ihren Vorruhestand : " Ich werde jetzt meine Freizeit in vollen Zügen genießen. Vieles von dem, was ich gerne tue, litt bisher unter der mangelnden Zeit.

Haus, Garten und die " Flotten Socken " warten

Das möchte ich jetzt nachholen. Haus und Garten warten. Ich gehe einmal in der Woche schwimmen, fahre Rad, möchte wieder zur Gymnastikgruppe gehen und mich wieder stärker bei unserer Faschingsgruppe, den ¿ Flotten Socken ‘ engagieren. " Und dazu wünschen wohl alle, die Brigitte Künne kennengelernt haben, alles Gute.