Wolmirstedt ( cl ). Der Kreisausschuss hat kürzlich einer außerplanmäßigen Ausgabe für den Abriss des Schornsteines am Landratsamt in Wolmirstedt zugestimmt. 22 000 Euro wurden dafür bereitgestellt. Eine Firma aus Dresden hatte im November des vergangenen Jahres ein Gutachten erstellt, was den Komplettabbruch des Schornsteines am Verwaltungsgebäude Farsleber Straße 19 empf ehlt.

Wie Elke Witzel vom Amt für Gebäudewirtschaft des Landkreises erklärte, wäre dies eine unabwendbare Maßnahme zur Gefahrenabwehr, da sich der Schornstein in einem sehr schlechten Zustand bef ndet. In der Begründung zur Beschlussvorlage heißt es, dass " Schäden im Mündungsbereich, unter anderem Fugenbrüche, lockere Steine ohne Verbund und gerissene Gussplatten " vorliegen, die eine Gefährdung von Personen und Sachen, also zum Beispiel Autos, nach sich ziehen. Mit dem Komplettabbruch des Schornsteines wurde schon begonnen. Ein teilweiser Notabbruch war als wirtschaftlich nicht sinnvoll eingestuft worden.

Schon im Dezember 2008 hätte man für diese Maßnahme eine Kostenschätzung in Auftrag gegeben. Diese belief sich auf gut 14 900 Euro und bildete die Grundlage für die Genehmigung einer außerplanmäßigen Ausgabe Ende Januar 2009. Im Rahmen einer freihändigen Vergabe wurden mehrere Firmen zur Angebotsabgabe aufgefordert. Nach formeller, inhaltlicher und wirtschaftlicher Prüfung, stellte sich heraus, dass die erste Kostenschätzung nicht mehr haltbar war und ein Fehlbedarf in der Höhe von rund 7100 Euro vorlag.

" Dieser Fehlbedarf begründet sich vor hauptsächlich in den besonderen Sicherungsmaßnahmen der Baustelle sowie der extra durchzuführenden Analyse des Abbruchmaterials auf Schadstoffe und dessen Sonderentsorgung ", heißt es im Anhang zur Beschlussvorlage. Die Gesamtkosten für den Abbruch belaufen sich vorraussichtlich auf 22 000 Euro, eine Summe, die vom Kreisausschuss bewilligt wurde und mit Mitteln aus der allgemeinen Rücklage gedeckt wird.