Um 0.38 Uhr waren alle neun Wahllokale und die Briefwahl ausgezählt. Doch als im Internet nachzulesen war, welche Kandidaten es in den künftigen Wolmirstedter Stadtrat geschafft haben, hatten sich die meisten Wahlparties schon aufgelöst. Warum dauerte das Auszählen der Stimmen trotz der geringen Wahlbeteiligung so lange? Die Volksstimme hakte bei Stadtwahlleiter Dr. Ringhard Friedrich nach.

"Wir hatten unter anderem einen repräsentativen Wahlbereich für die Europawahl dabei, da waren bestimmte statistische Erhebungen notwendig, die Zeit in Anspruch nehmen. Außerdem ist die Kommunalwahl eine Personenwahl, das heißt, die Wähler haben meist nicht alle drei Stimmen einer Partei gegeben, sondern unter den 76 Bewerbern verteilt. Da springt man bei der Auszählung durch die Listen, und auch das dauert seine Zeit. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Wahlvorstände eine ordentliche und gewissenhafte Arbeit gemacht haben. Auch aufgrund der parallel stattf ndenden 1000-Jahr-Feier, zu der viele Mitarbeiter der Verwaltung abgestellt waren, mussten sich teilweise neue Wahlvorstände finden, die noch nicht so eingespielt zusammenarbeiten und etwas länger brauchen. Insgesamt waren gut 64 Personen als Helfer an der Wahl beteiligt, denen wir danken möchten. Gegen 1.40 Uhr war der Wahlabend dann für alle beendet."