" Yes, we can ", ruft Barack Obama, und wir Wolmirstedter wissen indessen : Wir können auch. Ein Fest planen und vorbereiten, uns in die Haare geraten und wieder vertragen und am Ende hemmungslos feiern. Vorher wurde ein Förderverein gegründet, eine Festschrift entstand, Souvenirs wurden gestaltet, CDs mit alten Fotos von Wolmirstedt und Postkarten verkauften sich rasend und Ende Mai ging es los. Die große Eröffnungsveranstaltung war naturgemäß nur für geladene Gäste zugänglich, aber dann wurde es ein Fest für alle und jeden. Und was schon bei der Kaminer-Lesung und dem Galerierundgang auffiel, setzte sich bis zum finalen Lichterspektakel fort : Die Wolmirstedter hatten Lust auf ihr Fest. Alle kamen mit strahlenden Augen, immer wieder, und rückten in den drei Wochen ein bisschen enger zusammen. Was machte es da schon, dass es zu Hause drei Wochen nur Tiefkühlpizza gab, der Staubsauger Urlaub hatte und die Kirschen am Baum blieben. Denn wie würde Kennedy sagen ? " Ich bin ein Wolmirstedter !"