Ebendorf. Einmal im Jahr öffnen sich Ebendorfs Hundesportler nach außen und geben Einblicke in ihre am Westrand des Dorfes eher im Verborgenen liegende Arbeit. So praktiziert am zurückliegenden Wochenende beim Tag der offenen Tür auf dem Vereinsgelände am Schnarsleber Weg.

Der Verein zählt augenblicklichen 26 Mitglieder, darunter sind drei Jugendliche. Die neunjährige Lucie Wendt mit ihrer Labrador-Hündin Any ist seit zwölf Monaten mit von der Partie. Sie durfte auch den Reigen der Schauvorführungen eröffnen. Demonstriert wurde die Leinenführigkeit der Hunde, die Unterordnung der der Tiere auf Kommandos wie Sitz, Platz oder Fuß. Vorgeführt wurde, wie der treueste Freund des Menschen gelernt hat, Hindernisse unterschiedlichster Art zu überwinden. Der Hundesportverein Ebendorf gründete sich im März 2000 und bekam von der Kommune auf Basis eines Pachtvertrages eine 1500 Quadratmeter große Fläche am Festplatz neben dem Schnarsleber Weg zur Verfügung gestellt. Die Hundebesitzer um ihren Vereinsvorsitzenden Reinhard Kleister zäunten das Areal in Eigenregie ein, installierten Unterbringungsmöglichkeiten für die Vierbeiner und schufen sich sie ein Vereinsheim.

In über 800 freiwilligen Arbeitsstunden entstand schließlich ein Gelände, das die Ausübung des Hundesportes möglich macht, " das aber auch unterhalten werden muss ", so der Vereinsvorsitzende. Und dafür brauchen die Vereinsmitglieder manchmal fast den ganzen Tag. Da ist ein Rasentraktor, wie er seit April zur Verfügung steht, eine Erleichterung.

Die Gemeinde hatte die gut 3000 Euro teure Anschaffung im Rahmen ihrer Förderrichtlinie für Investitionen gemeinnütziger Vereine zu 80 Prozent bezuschusst.