Wolmirstedt ( kl ). Detlef Horstmann, Vorsitzender der BasisorganisationWolmirstedt der Partei Die Linke, gibt auf, tritt als Vorsitzender der Basisorganisation zurück. Und das obwohl er mit dem besten Ergebnis seiner Fraktion ( 377 Stimmen ) bei den Kommunalwahlen aufwarten konnte, wofür er sich bei seinen Wählern ausdrücklich bedankt.

Der Grund für seinen Rücktritt : Am 18. Juni fand die konstituierende Sitzung der neuen Fraktion statt. Auf der Versammlung musste Horstmann erfahren, dass ein Fraktionsmitglied etwas gegen seine Doppelfunktion ( Basisvorsitzender sowie Fraktionsvorsitzender ) hat und schlug Sebastian Filipp als neuen Vorsitzenden der Fraktion vor. Dieser Vorschlag wurde durch das Mitglied unter anderem damit begründet, dass Sebastian Filipp jung sei und langfristig aufgebaut werden soll, um in naher Zukunft hauptamtlich in die Kommunalpolitik einzusteigen.

Betroffen und recht verärgert reagierte Horstmann auf den, aus seiner Sicht, Vertrauensbruch, da diese Entscheidung für ihn völlig überraschend kam : " Ich habe absolut

nichts gegen junge Leute, ja, ich begrüße es sogar, dass sich junge Menschen

auf politischer Ebene engagieren wollen. "

Auf der Mitgliederversammlung der Basisorganisation wurde vorgestern die Entscheidung der Fraktion erneut bestätigt. Ein Vorschlag seitens Horstmanns und einiger Mitglieder, dass er die ersten zwei Jahre als Fraktionsvorsitzender weiter arbeiten solle und dann den Vorsitz an Sebastian Filipp abgebe, er damit Zeit hat, sich einzuarbeiten, wurde mehrheitlich abgelehnt.

Die Konsequenz für Detlef Horstmann : " Damit enden für mich mit dem heutigen Tage fast sechs Jahre Arbeit als Vorsitzender der zahlenmäßig größten Basisorganisation der Partei Die Linke im Bördekreis. Ich trete zurück. Diese Entscheidung fel mir sehr schwer. "