Neindorf. " Alt wie ein Baum möchte ich werden, alt wie der Dichter es beschreibt ", sangen Mädchen und Jungen der 4. Klasse der Grundschule Hornhausen im Hohen Holz bei Neindorf. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin und Schulleiterin Anke Goltz sowie der pädagogischen Mitarbeiterin Anke Hartlepp waren die Kinder in den Wald gezogen, um mit Unterstützung von Börde-Landrat Thomas Webel, Oscherslebens Bürgermeister Dieter Klenke, Flechtingens Betreuungsforstamtsleiter Hubertus Hlawatsch, dem Neindorfer Revierförster Jens StrebesowieeinigenBerufskollegen Bäume zu pfanzen. Und zwar den Baum des Jahres 2009 : den Bergahorn. Das Betreuungsforstamt Flechtingen hatte die jungen Bäume zur Verfügung gestellt. Der Bergahorn kann bis zu 30 Meter hoch werden, einen Durchmesser von zwei Metern erreichen und stattliche 600 Jahre alt werden.

Achtung vor der Natur

Die Bergahorn-Bäume stehen jetzt wahrlich auf einer Anhöhe. Am Ende des Hohlweges aus Richtung Neindorf auf Hammersteins Höhe. Einem Forstort, der einen herrlichen Blick vom Hohen Holz ins fachere Umland gestattet.

" Wir wollen, dass unser Kommunalwald erhalten bleibt, deshalb pflanzen wir immer wieder junge Bäume ", sagte Landrat Thomas Webel. Die Bäume würden als Nutzholz dienen und bis zum Fällen ihre Funktion als Sauerstoffproduzent erfüllen. " Als Teil der Natur leben wir mit ihr. Deshalb ist es ganz wichtig, Achtung vor der Natur zu haben ", verdeutlichte Webel vor den Hornhäuser Grundschülern die Bedeutung des Waldes als Teil der Natur. Der Landrat ärgere sich gewaltig über " böse Jungs, die junge Bäume abbrechen ". Das habe nichts mit seinem Verständnis von der Achtung der Natur zu tun.

" Diese Baumpflanzaktion im Hohen Holz ist ein Zeichen gegen den Raubbau an der Natur ", freute sich Dieter Klenke. Kritiker würden nach den Worten des Bürgermeisters bereits den geplanten Holzeinschlag in den heimischen Wäldern als Raubau an der Natur bezeichnen.