Wolmirstedt. Blumen – die schönste Sprache der Welt, denn Blumen sagen mehr als 1000 Worte. Und wenn man mit den Mitgliedern des Fördervereins zur 1000-Jahr-Feier spricht, dann hört man noch ganz andere Sätze : Ein kleiner Strauß als Dank, ein Blumenbouquet mit der Bitte um Entschuldigung, ein Sträußchen einfach nur so, um jemandem eine Freude zu bereiten.

Die blumenreiche Idee, die folgte : Wolmirstedt taucht zu den Feierlichkeiten ein in ein buntes Blumenmeer. Nur ein Beispiel : Die Gäste, die Wolmirstedt besuchen, werden schon seit Wochen direkt am Ortsschild mit Blumen empfangen.

Gestern Vormittag nun wurde der Kreisel an der Geschwister-Scholl-Straße / Samsweger Straße mit acht übergroßen Töpfen bestückt und bepflanzt. Stefanie Thiele von der Gärtnerei Rieckhoff aus Rogätz, kennt die verschiedenen Sorten : " Es sind Süßkartoffeln, Kapuzierkresse, Strohblumen und Geranienpyramiden. "

Insgesamt 180 farbenprächtige Pflanzen schmücken die Töpfe, die aus gutem Grund auf Betonringen abgestellt und durch Ketten gesichert sind. Wilfried Frenkel und seine Mitarbeiter des Eigenbetriebes der Stadt, die die Vorarbeiten geleistet haben, sind damit gut beraten. Denn wie der Eigenbetriebsleiter gestern erzählte, wurde von bisher Unbekannten bereits der erste Blumenkübel gestohlen. Die Sorge der Mitarbeiter wird nicht kleiner, denn in den nächsten Tagen werden noch tausende Blumen für ein " Feuerwerk der Farben " sorgen, wie es Herbert Rieckhoff so treffend beschreibt. Dass diese sehenswerte Blütenpracht aber nicht allein der Stadt in Rechnung gestellt wird, ist unter anderem auch Klaus Krüger, Betriebsratsvorsitzender des Zielitzer Kaliwerkes, zu verdanken. Wie die Vorsitzende des Fördervereins, Marlis Cassuhn, nämlich betonte, spendete der Gewerkschafter für die 1000-Jahr-Feier bereits 600 Euro.

Und wie Klaus Krüger gestern am Telefon wissen ließ ( er weilte auf einer Tagung in Kassel ), ist das noch nicht sein letztes Wort gewesen : " Zur offiziellen Eröffnung der Feierlichkeiten am kommenden Freitag schaffe ich es nicht mehr, doch bevor sich der Festzug am 24. Juni durch die Stadt bewegt, werde noch eine Spende überreichen. " Und der Kaliwerker weiß auch schon wofür : " Der Platz mit der Seilscheibe in der Geschwister-Scholl-Straße soll neu begrünt werden. "

Das Geld stammt von seiner Aufsichtsratsvergütung. Wobei der Gewerkschafter betont, dass bis auf zehn Prozent alles abgeführt wird an die Hans-Böckler-Stiftung. " Ich habe aber auch die Möglichkeit, einen Beitrag an gemeinnützige Vereine zu verteilen, oder wie in diesem Fall für das bedeutsame Stadtjubiläum. "