Gut voran geht es mit dem Um- und Modernisierungsbau am Vereinsheim von " Traktor 06 Hohenwarsleben ". Darüber informierte der Vorsitzende des Vereins Uwe Schaper. Doch es gibt auch Probleme mit Jugendlichen am Sportplatz.

Hohenwarleben. " Trotz des langen Winters und der dadurch bedingten Bauverzögerung kommen wir gut voran. Der Ringanker für den Anbau ist gesetzt, in der nächsten Woche vergeben wir den Auftrag für das Dach ", berichtete Schaper dem Gemeinderat. Seit dem vergangenen Jahr wirbeln die Vereinsmitglieder selbst an der Sanierung. Das Gebäude soll auf modernen Stand gebracht werden, bekommt neue Sanitäranlagen und einen Anbau für die Heizung. Drei Viertel der Umbaukosten trägt der Verein dank der Eigenleistungen und dank der Unterstützung von Sponsoren selbst. 25 Prozent der Kosten übernimmt die Gemeinde. " Wir sind schuldenfrei, es geht voran, was uns glücklich und stolz macht ", betonte Schaper. Unglücklich sind die Sportler über derzeit im Dorf kursierende Gerüchte, wonach der Verein Kinder und Jugendliche vom Sportplatz vertreiben soll. Schaper bestätigte : " Seit einiger Zeit haben wir Probleme mit einigen Kindern. Ich betone, mit einigen ! Das sind ein paar Jungs zwischen 10 und 13 Jahren, die sich trotz unserer Bitten ständig in die Tornetze hängen und darauf pfeifen, Rücksicht auf den Zustand des Platzes und der Tore zu nehmen. Ein neuer Satz Netze kostet stolze 2 000 Euro. Niemand hat etwas dagegen, dass hinter den Toren gekickt wird, die älteren Jungs machen das auch, aber einige der Jüngeren scheren sich wirklich um nichts, zerdeppern unsere Schaukästen und pöbeln auch noch rum. Das lassen wir uns nicht bieten. Einige Eltern sollten wirklich mal erleben, wie sich ihre Söhne hier verhalten. Ich scheue kein Gespräch mit den Eltern ", unerstrich der " Traktor " -Chef.

Bezüglich der vereinsinternen Nachwuchsarbeit räumte Schaper ein : " Ja, da haben wir zurzeit noch ein Problem. Gegenwärtig sind wir total in den Umbau des Sportlerheims eingespannt – auch finanziell. Zwischenzeitlich waren einige Jugendliche bei uns gewesen. Als sie die Zustände im Sportlerheim sahen, sind die meistens weggeblieben. Sind wir mit dem Umbau durch, wollen wir unsere Kraft auch für die Jugendarbeit einsetzen und gehen diesbezüglich in die Offensive. Denkbar wäre auch, zwei Jugendmannschaften des SSV Groß Santersleben / Hermsdorf bei uns spielen zu lassen. "

Auch an die Errichtung eines Bolzplatzes wird inzwischen gedacht. Ebenso könnte ein Beach-Volleyball-Platz errichtet werden. " Der Jugendklub ist mit dieser Idee an uns herangetreten. Sie haben ja noch die Ausrüstung vom Volleyballplatz am früheren Jugendklub. Was nun noch fehlt, ist der Aushub und frischer Sand. Dafür bräuchten wir noch Sponsoren. "