Sechs Bäume des Jahres wurden zum Tag des Baumes im Hundisburger Teil des Landschaftsparks Althaldensleben-Hundisburg gepflanzt. Vier kräftige Bergahornbäume kamen am Sonnabend mit prominenter Hilfe in die Erde, zwei hatten FÖJ-ler schon am Tag zuvor gesetzt.

Hundisburg. " Wie lieblich schallt durch Busch und Wald des Waldhorns süßer Klang ", intonierten die Jagdhornbläser am Sonnabendvormittag im Hundisburger Park. Sie gaben der Pflanzaktion des Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald die musikalische Umrahmung. Die " Waldmäuse " aus dem Waldkindergarten Satuelle gesellten sich mit einem kleinen Programm dazu. Was sie von der Liebe zum Wald und zur Natur sangen oder in Gedichten vortrugen, ist für sie Realität, denn sie verbringen ihre Kindergartenzeit tatsächlich im Wald.

Das halte gesund, würdigte Ralf Geisthardt, der Landesvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, diese besondere Form einer Kindertagesstätte. Er lud die Mädchen und Jungen ein, sich beim Baumpfanzen zu beteiligen, und vor allem beim Angießen der Bäume waren die Kinder in ihrem Tatendrang kaum zu bremsen.

Auch Bürgermeister Norbert Eichler wandte sich an die Knirpse, die das Grün lieben. Er machte ebenso darauf aufmerksam, welche Bedeutung der Wald für die Stadt Haldensleben hat, denn Haldensleben ist der größte kommunale Waldbesitzer in Sachsen-Anhalt. Der Hundisburger Ortschaftsbürgermeister Josef Franz nutzte die Gelegenheit, ein Dankeschön an Norbert Eichler zu richten. Die Stadt stelle in jedem Jahr Geld für Schloss und Park Hundisburg zur Verfügung. Hundisburg habe es noch nie bereut, nach Haldensleben gegangen zu sein, versicherte er.

Kerstin Neitzel, Fielmann-Bereichsleiterin für Sachsen-Anhalt, berichtete, dass ihr Unternehmen in jedem Jahr für jeden Mitarbeiter einen Baum pflanzt. Fielmann unterstützt so auch die Aktion der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Bevor alle zum Spaten griffen, kam auch Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Petra Wernicke noch dazu. Sie hatte an einer Versammlung der Waldbesitzer Sachsen-Anhalts im Haus des Waldes teilgenommen.

Gemeinsam pflanzten die Gäste zwei Bergahorn-Bäume dicht nebeneinander. Doppelbäume sind im Landschaftspark häufger anzutreffen, erläuterte Dr. Harald Blanke von der Schloss- und Parkverwaltung. Die jungen Bäume wurden auf einer Fläche neben dem früheren Fahrschulzentrum und der kleinen Maurerhalle gepflanzt. Hier verlaufe die frühere Grenze der Parkwiese. Die Gebäude sollen in der nächsten Zeit abgerissen werden, dann wird die gesamte Fläche wieder in die Parkgestaltung einbezogen. An dieser früheren Parkwiese vollzieht sich nun ein Übergang zum Parkwald dahinter, denn hier sind in den vergangenen 60, 70 Jahren auch zahlreiche Ahornbäume herangewachsen.

Manfred Lutscher von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald stellte sehr unterhaltsam den Baum des Jahres in einem kleinen Gedicht vor. Dabei lauschten die Kinder wie die Erwachsenn sehr interessiert.