Die ländlichen Wege von Niederndodeleben nach Wellen und von Niederndodeleben nach Magdeburg-Otterslebewerden 2009 ausgebaut. Darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Schmid in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag. Beide Wege gehören zum touristischen Radwegekonzept der Hohen Börde.

Niederndodeleben. Der Wellener und der Ottersleber Weg sollen als so genannte Hosenträgerstraßen, das heißt in zweireihiger Betonspur, ausgebaut werden. Die Kosten für den 2, 1 Kilometer langen Wellener Weg betragen 140 200 Euro, die für den 2, 8 Kilometer langen Ottersleber Weg 147 100 Euro.

BGN fordert mehr Kontrolle an Wegen

Für beide Wege-Projekte fießen Fördergelder von etwa 75 Prozent. Das Gros der übrigen Kosten sollen die Hauptnutzer der Wege, die Pächter beziehungsweise Besitzer der angrenzenden Ackerf ächen zahlen.

Im Zusammenhang mit dem Förderbescheid wies in der Niederndodeleber Ratssitzung der Fraktionsvorsitzende der BGN, Rolf Zimmermann, darauf hin, dass die Feldwege und Feldraine sowie die Bepf anzung in der Gemarkung in den letzten Jahren erheblich gelitten hätten. Feldraine seien von Landwirten komplett weggepfügt worden, Bäume und Sträucher verschwanden. Feldwege gerieten in einen miserablen Zustand. Zimmermann beklagte mangelnde Kontrolle durch Ordnungs- und Umweltamt sowie eine fehlende Aufmerksamkeit der Landwirte.

" Dabei wurden bei der Ausweisung der zahlreichen Wohngebiete in Niederndodeleben gerade von der Umweltbehörde Feldrandbepflanzungen als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die versiegelten Flächen gefordert. Jetzt sieht, dass dies nur halbherzig oder gar nicht verwirklicht worden ist. " Zimmermann forderte im Namen seiner Fraktion für die kommenden Jahre eine schrittweise Verbesserung des Zustands, zumal die Wiederherstellung bewachsener Feldraine dem Schutz vor Bodenabtragung durch Erosion und Ausschwemmung dient.

Gemeinderat findet Fraktionsidee gut

Diesbezüglich fordert die BGN eine Bestandsaufnahme der Feldwege mit Angaben über die Eigentumsverhältnisse, Zustand, Maßnahmen zur Verbesserung und Kontrolle. Nicht zuletzt müsse auch die Finanzierung diskutiert werden. Zimmermann schlug die Bildung einer Arbeitsgruppe vor – mit Landwirten, Verwaltung, der Umweltbehörde des Landkreises sowie mit Landschaftsplanern, Umweltverbänden, Vereinen, Gemeinderäten, Bürgern und Jägern. Der Vorschlag fand Zustimmung im Rat. Ohne Geld, so der Tenor, dürfte aber wenig zu machen sein.