Nach knapp siebeneinhalb Monaten Bauzeit wurde gestern am neuen Verwaltungsgebäude des Wolmirstedter Wasser- und Abwasserzweckverbandes ( WWAZ ) Richtfest gefeiert. Unter den Blicken von Bauleuten, Vertretern der Stadt und geladenen Gästen, versenkten Geschäftsführer Frank Wichmann und Bernd Zabel mit nur 22 Schlägen den obligatorischen Nagel im Gebälk.

Wolmirstedt. " Nur gut, dass unser Bauherr heut, sich über unsre Arbeit freut. Er wird dies schöne Haus besitzen, und seine Zeit darin wohl nützen. Und alle, die im neuen Haus, nun baldig gehen ein und aus : Die mögen immer hier sich freun, als Freunde gern gesehen sein. "

Der Richtspruch von Zimmermann Hans-Heinrich Gerecke traf den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Genau wie kurz zuvor WWAZ-Geschäftsführer Frank Wichmann und Bernd Zabel auf dem Dach des Neubaus. Das Verwaltungsgebäude in Nachbarschaft von Stadtverwaltung, AWG und Stadtwerken, soll mitten im Zentrum der Stadt den Anlaufpunkt für Kunden des WWAZ bilden. Dafür wurden knapp zwei Millionen Euro investiert, von denen bis zum gestrigen Richtfest schon gut 1, 78 Millionen Euro ausgelöst worden sind. Zusammen mit den Bauleuten und geladenen Gästen feierte man das Richtfest, nachdem der Bau mit dem Abriss des alten Rathauses am 20. August 2008 begonnen worden war. Auf eine Feier zur Grundsteinlegung hatten die Bauherren verzichtet, dafür ließ man gestern gemeinsam die Gläser klingen.

Wichmann dankte in seiner kurzen Ansprache allen, die bisher am Bau beteiligt waren und ganz besonders Bernd Zabel, der als Schnittstelle zwischen dem Verband und den Bauleuten fungiert und dafür sorgt, dass die Maßnahme auch weiterhin voll im Zeitplan liegt. " Trockenausbau und die Gewerke für Heizung, Lüftung und Sanitär sind die Maßnahmen, die jetzt folgen. In den kommenden drei Monaten wird parallel auch mit den Außenarbeiten und der Grundleitungsentwässerung begonnen ", gab Zabel einen kurzen Einblick in den Zeitplan.

Mitarbeiter ziehen noch in diesem Jahr um

Ende Oktober soll alles fertig sein, ein Umzug der Mitarbeiter von der Seegrabenstraße in den Neubau an der August-Bebel-Straße ist noch für dieses Jahr geplant. Insgesamt 31 Büros werden in dem vom Burger Architektenbüro Kirchner + Przyborowski geplanten Gebäude entstehen. Besonderer Blickfang ist dabei der " organische Anbau ", wie ihn Ulrich Kirchner einst im Bauausschuss beschrieben hatte, der schon jetzt durch die Holzstreben erkennbar ist.

Zum Neubau gehört auch ein Parkplatz dazu, der sich zwischen den bestehenden Flächen hinter dem Rathaus und der Samsweger Straße einpassen wird. Derzeit befände man sich dafür in der Planungsphase, verriet Frank Wichmann. Bis Oktober, wenn der neue Verwaltungsbau seine Türen öffnet, werden auch die Parkflächen fertig sein.