Wolmirstedt ( cl ). " Jambo " heißt " Hallo " in Afrika. " Aber Jambo " müsste man hochachtungsvoll sagen, wenn man sich anschaut, welcher große Spendenbetrag beim Afrika-Benefizabend am Kurfürst-Gymnasium zusammengekommen ist.

Der Benefzabend wurde von Lehrerin Andrea Schlaugat, ihrer Arbeitsgemeinschaft " Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage " und deren Paten Fabian van Olphen initiiert und geplant. Am 13. März war es soweit. Nach einem einstündigen Programm, das von Schülern gestaltet worden war und sich rund um " Afrika " drehte, waren es vor allem die zahlreichen Stände im Foyer des Gymnasiums, die die Spendenbüchse voller werden ließen. Ob Erinnerungsfotos in Massai-Kleidung, afrikanische Zöpfchen oder typische Naschereien – für einen kleinen finanziellen Beitrag gab es beim Benefizabend jede Menge zu erleben.

" Der Afrikaabend war wieder eine ganz andere Aktion als beispielsweise das Benefiz-Handballturnier. Die Stimmung war super, und ich bin sehr stolz auf das, was die Gruppe im Vorfeld und natürlich auch an diesem Abend geleistet hat ", lobt Andrea Schlaugat. Fabian van Olphen zeigte sich ganz begeistert vom ehrenamtlichen Engagement seiner Gruppe und versprach, sie alle bald mal als Dankeschön zum Essen einzuladen.

Die Übergabe des Erlöses vom Afrikaabend fand am Dienstag im Gymnasium statt. Mit jeweils 630 Euro werden der Afrika-Kreis des Bodelschwingh-Hauses und die Itamba Secondary-School in Tansania unterstützt. Letzter erfährt seit Jahrzehnten Hilfe durch den Kirchenkreis Colbitz und die Familie Kerntopf.

" Wir haben es schon geschafft, dass sich nur noch drei Schüler ein Lehrbuch teilen müssen. Auch Dank eurer Hilfe wollen wir so weit kommen, dass jeder Schüler ein eigenes Buch bekommt ", nannte Gabriele Kerntopf eines der Einsatzgebiete für die Spende. Im nächsten Jahr reist wieder eine Delegation nach Tansania. " Dann können wir euch ganz genau erzählen, was aus dem Geld wurde ", so die Pfarrerin, die voll des Lobes über das Engagement der Schüler war.

Auch Micha Schaub und Jens Freimark vom Afrika-Kreis bedankten sich herzlich. Erst vor Kurzem war Schwester Meena von der Behinderteneinrichtung Akamuri in Wolmirstedt zu Gast gewesen. Die Hilfe aus Wolmirstedt wird dort ebenfalls dringend gebraucht, momentan fehlt es vor allem an Lohnkosten für die Mitarbeiter in dem einzigen Zentrum für behinderte Menschen in Burundi. Für die Arbeitsgemeinschaft selbst ist das Lob aber kein Grund, sich auszuruhen. " Wir planen schon jetzt für die Zeit direkt nach den Sommerferien einen großen Spendenlauf. Noch wissen wir aber nicht, welches Hilfsprojekt wir damit unterstützen ", wirft Sophie Künne einen Blick in die Zukunft, in der die Schüler weiter Bedürftigen helfen wollen.