Barleben. Die Barleber Grundstücksentwicklungs- und Verwertungsgesellschaft erschließt nach Abschluss eines entsprechenden städtebaulichen Vertrages mit der Gemeinde das Wohngebiet " Ammensleber Weg I ". Am nördlichen Rand der Ortschaft Barleben sollen 28 Parzellen mit Einzel- und Doppelhäusern bebaut werden. Das Erschließungsgebiet ist bislang unbebautes Grünland und bildet eine zirka 200 Meter lange und 150 Meter breite Lücke im Siedlungsgefüge westlich des Breiteweges. Die Wirtschaftsagentur Barleben vermarktet die Grundstücke. In Angleichung an bestehende Wohngebiete werden Einzel- und Doppelhäuser mit bis zu zwei Geschossen zugelassen.

Der Bürgermeister will der Öffentlichkeit am kommenden Montag zwischen 11 und 12 Uhr Höhe Sperberweg ( vom Gemeinderat so getaufte Erschließungsstraße ) den Baufortschritt am " Ammensleber Weg I " und ein paar Eckdaten dieses Wohngebietes erläutern. Vielleicht für Karl-Heinz Müller eine Möglichkeit, dem höchsten Repräsentanten sein Leid zu klagen. Der 76-jährige Anrainer aus der Ackerstraße fühlt sich nämlich wie andere Mitbewohner durch die Erschließungsarbeiten im " Ammensleber Weg I " belästigt. Es gebe einen übermäßigen Lkw-Verkehr und damit übermäßigen Lärm sowie Verschmutzungen, meint Müller. Ihm will nicht in den Kopf, warum der verlängerte Bussardweg zum Lagerplatz für Kies und Sand avancierte ? " Warum werden Materialtranporte bei uns vor der Tür abgewickelt und nicht ausschließlich über den Ammensleber Weg ?", fragt Müller. Er selbst und Schwiegersohn Michael Kobilke sind in dieser Angelegenheit schon bei der Gemeinde vorstellig geworden.

Eines steht fest : Barleben bleibt auch in Zukunft Siedlungsschwerpunkt. Die Kommune kann Wohnbauf ächen über den örtlichen Bedarf hinaus ausweisen. Außerdem verzeichnet die Gemeinde Bevölkerungszuwachs – in der Hauptsache durch Zuzug. Betrug die Bevölkerung aller drei Ortsteile 1990 zusammengenommen 5279 Männer, Frauen und Kinder, waren es per 31. Dezember letzten Jahres beinahe doppelt so viele Einwohner.