Die Sieger des Landesf nales der Deutsch-Olympiade der neunten Klassen wurden am Montag in Magdeburg gekürt. Bei den Gymnasien war das Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasium Wolmirstedt erfolgreich. Ein Tag später hat der Schulalltag die vier Olympioniken – Melissa Christ, Sara Klein, Erik Jaenecke und Richard Bielau – wieder eingeholt. Nicht wirklich, jetzt winkt das Bundesf nale.

Wolmirstedt. Die Stimmung am Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums war gestern Vormittag recht euphorisch. Erik Jaenecke, Sara Klein, Melissa Christ und Richard Bielau wissen gar nicht, wie viele Hände sie schütteln mussten. Eine der ersten Gratulanten aber war die amtierende Schulleiterin Angelika Elstermann. Statt Blumen gab es für jeden der vier Olympioniken einen Kino-Gutschein. " Damit sie nach ihrem glanzvollen Auftritt in Magdeburg und für unser Gymnasium wieder zu sich fnden und ein wenig zur Ruhe kommen ", so Elstermann.

Was war so Außergewöhnliches passiert, dass ein ganzes Gymnasium ( bildlich gesprochen ) zumindest für Stunden aus dem Häuschen war ? Auf den Punkt gebracht : Die Sieger des Landesfnale der Deutsch-Olympiade wurden am Montag in Magdeburg gekürt, die vier Schüler des Kurfürst-Joachim-Friedrich-Gymnasiums standen ganz oben auf dem Treppchen und wurden tags darauf an ihrer Wirkungsstätte mit Respekt empfangen. Denn eine fachkompetente Jury attestierte ihnen schriftlich : " Ihr seid die besten Sprachakrobaten des Landes. "

Die vier Gymnasiasten sehen es etwas lockerer : " Wir haben uns gut vorbereitet, achtbar geschlagen und letztlich gewonnen ", meint Melissa, 15 Jahre. " Auch, weil Erik in der letzten und entscheidenden Disziplin, dem Darstellen, zur Bestform aufief ", ergänzt Richard, 15. Der so Gelobte sieht das ganz anders : " Wir haben eine klasse Teamleistung geboten ", versichert Erik, 15, " und vielleicht das eine oder andere Prozent mehr aus uns herausgekitzelt, weil wir auch für unsere Mentorin und Deutschlehrerin, Sybille Mras, gekämpft haben, die an diesem Tag nicht dabei sein konnte. " ( Sie wurde in Magdeburg am Knie operiert – die Red. ) Sara, 15, war es dann, die ihre Lehrerin als erste am Telefon hatte und ihr von der Erfolgsgeschichte ( erzählt in fünf Kapiteln ) berichten konnte.

Was sich die vier Neuntklässler in den vergangenen Wochen und Monaten hart erarbeitete hatten und gegen allerstärkste Konkurrenz in Gold umgemünzt haben, hört sich in ihrer Kurzfassung etwa so an : " Beim Landesfnale der Deutsch-Olympiade mussten wir am Vormittag in den drei mündlichen Disziplinen Reimen, Erklären und Darstellen uns auf der Bühne präsentieren und dabei die Jury überzeugen. "

Noch bevor das Ergebnis feststand, war zumindest Brigitte Alisch-Goreczka absolut vom Erfolg der Schüler überzeugt : " Unsere Gymnasiasten waren vom ersten Wort an bis in die Haarspitze konzentriert und motiviert, ohne jedoch ihre Lockerheit zu verlieren. " Die Lehrerin begleitete die Vier, die wiederum von der gesamten Klasse 9 a unterstützt wurden, nach Magdeburg ins Opernhaus. Wortwörtlich meinte sie dann : " Die Vier wirkten nicht nur cool auf der Bühne, sie waren cool und das gab ihnen augenscheinlich die nötige Sicherheit. "

Mit diesem für das Gymnasium bisher einmaligen Erfolg, buchten Melissa, Sara, Erik und Richard die Fahrkarten mit dem Ziel Bundesf nale. Auf dem Weg nach Berlin ins Deutsche Theater gilt es noch eine Hürde zu nehmen, den Regionalausscheid. Die Zeit bis dahin nutzen die vier, um ihr sprachliches Geschick, das Improvisationstalent und ihre Kreativität verstärkt zu schulen und dabei den Teamgeist weiter zu aktivieren. Wie Sara, Melissa, Richard und Erik aber versichern, gibt es auch für sie eine Leben nach der " Penne ".

Und da sind die Interessen wie bei allen Neuntklässler. Sara hat ( zum Beispiel ) sich dem Volleyball verschrieben, Melissa mag die Musik, spielt leidenschaftlich Klavier, Erik und Richard stehen in ihrer Freizeit am liebsten auf dem Skatboard und das absolut sicher.