Einen Tag der Offenen Tür gestaltet die Gerhard-Schöne-Schule in jedem Jahr. Gewöhnlich inmitten der Woche bei laufendem Schulbetrieb. Nun hatte der Elternrat erstmals an einem Sonnabend eingeladen.

Wolmirstedt. " Wir wollen zeigen, dass die Schule nicht nur eine Aufbewahrungsstelle ist ", sagt Simone Steinke, die Elternratsvorsitzende. Ihre Tochter Ulrike besucht die fünfte Klasse der Schöne-Schule. " Wir fnden hier an der Schule immer ein offenes Ohr ", sagt Frau Steinke, " die individuelle Betreuung und Förderung der Kinder gefällt uns sehr. " Besonders hebt die Wellenerin hervor, " dass die Kinder nicht gehätschelt, sondern gefordert und damit sehr ernst genommen werden. " Dieses Gefühl wollte Simone Steinke gerne auch anderen Eltern vermitteln, Eltern, deren Kinder diese Schule schon lange besuchen, und auch Eltern künftiger Schüler. Nur eins stört die Elternratsvorsitzende : " Ich mag den Begriff Geistigbehinderte nicht. Es ist eine Förderschule. "

Gudrun Matthey ist die Schulleiterin und hat gemeinsam mit den anderen Lehrern die Schülerarbeiten in der gesamten Schule präsentiert. Sei es das Korbfechten oder die Beschäftigung in der Küche, die Arbeit mit Zahlen und Buchstaben. Es lief ein Film, der die Möglichkeiten der Schüler nach der zwölfjährigen Schulbildung aufzeigte. Doch nicht erst danach, sondern auch vor der Schulzeit kümmern sich Lehrerinnen um besonders förderbedürftige Kinder. Sylke Hexel und Cordula Mombrei gehen bereits in die Kindergärten und arbeiten dort mit den Kleinen.

Trotz der vielen Gesprächsangebote durch Elternvertreter und Lehrer fanden am Sonnabend nicht sehr viele Eltern den Weg in die Gerhard-Schöne-Schule. " Dabei sieht es hier zurzeit noch schön aus ", sagt Gudrun Matthey mit leichtem Stirnrunzeln. " Demnächst bekommen wir neue Heizungen und unsere Fassade wird isoliert. Wichtige Maßnahmen für die Zukunft, aber die Bauphase will erst überstanden sein. " Dennoch ist die Schulleiterin in aller erster Linie froh. " Wir haben was vom Konjunkturpaket abbekommen. "