Große Freude herrschte gestern bei Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Zander und Schulleiterin Petra Heimlich. Die Diesterweg-Grundschule gehört zu den 37 Bildungseinrichtungen im Land, deren Umbau jetzt durch Fördermittel aus der Europäischen Union möglich wird. Die Bescheide wurden gestern verschickt, damit können ab sofort Bauabträge gestellt und die Maßnahmen vorzeitig begonnen werden.

Wolmirstedt. " Der Bürgermeister hat mich mittags angerufen und mir die freudige Nachricht überbracht, dass die Fördermittel für den Umbau unserer Schule in voller Höhe genehmigt wurden. Jetzt geht es endlich los ", freute sich Petra Heimlich, die Leiterin der Diesterweg-Grundschule. " Vor allem sind wir glücklich darüber, dass das pädagogische Konzept so gut angenommen wurde und wir es durch die EU-Fördermittel nach unseren Vorstellungen umsetzen können. " Die freudige Nachricht überbrachte Petra Heimlich gestern gleich an die Sekretärin und den stellvertretenden Schulleiter, das Kollegium soll heute informiert werden. Mit den Schülern hätte man noch nicht ausführlich über den Umbau gesprochen, " um die Enttäuschung gering zu halten, falls es nicht geklappt hätte ". Allerdings hat man die Eltern vorab informiert.

Dr. Hans-Jürgen Zander freute sich ebenfalls riesig über die guten Nachrichten aus dem Kultusministerium. " Das zeigt, dass das pädagogische Konzept hervorragend ist, und wir bei der Antragstellung gut vorgearbeitet haben. Außerdem beweist es, dass gerne Fördermittel nach Wolmirstedt gegeben werden, weil sie wissen, dass wir das Geld hier gut verbauen ", erklärte das Stadtoberhaupt hörbar glücklich.

Mit 2, 27 Millionen Euro wurden die beantragten Fördermittel für den Umbau der Grundschule in voller Höhe bewilligt. Das Geld stammt aus Mitteln der Europäischen Union, landesweit werden 37 Projekte unterstützt. Die Bescheide zur Förderwürdigkeit wurden gestern verschickt. Damit können ab sofort Bauanträge gestellt und die Maßnahmen vorzeitig begonnen werden.

Kriterien für die Erstellung der Prioritätenliste des Landes waren vor allem eine herausgehobene Qualität des inhaltlichen Konzeptes als attraktives, langfristiges und nachhaltiges Bildungsangebot, die Bestandssicherheit der Schule sowie die Position auf der Rangliste der Landkreise beziehungsweise der kreisfreien Städte. Im Landkreis Börde hatte die Diesterweg-Grundschule den zweiten Platz auf der Prioritätenliste inne.

" Ausschlaggebend für die Förderung aber ist das pädagogische Konzept, denn der schlechte bauliche Zustand einer Schule allein ist für die Europäische Union kein hinreichender Grund für eine Förderung. Ich freue mich sehr, dass wir eine große Anzahl beispielgebender und innovativer pädagogischer Programme vorgelegt bekommen haben, die in kurzer Zeit sehr sorgfältig geprüft und bewertet wurden ", so Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

Neben der Diesterweg-Schule bekommen aus dem Landkreis Börde auch die Grundschulen Burg Ummendorf und Gebrüder Alstein in Haldensleben Fördergelder. Unterstützt wird auch das Haldensleber Sekundarschulzentrum, das aus dem ehemaligen Heine-Gymnasium und der Förderschule Pestalozzi entstehen soll. Dort sollen dann die Liebknecht- und die Waldring-Sekundarschule einziehen.