Haldensleben. Einen Einblick in ihre Ausbildungsmöglichkeiten, Internats- und Unterrichtsräume gab kürzlich die Landesfachschule für Landwirtschaft, Gartenbau und Hauswirtschaft mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft zum " Tag der offenen Tür ".

Interessierte Besucher konnten an einer Führung durch das Schulgebäude und das Wohnheim teilnehmen. Dieses bietet 34 Internatsplätze für Schüler und Schülerinnen, die ihren Wohnsitz nicht in der näheren Umgebung haben und während der Schulzeit in Haldensleben wohnen. " In der Bornschen Straße befndet sich unser zweites Wohnhaus ", erklärte Marianne Bernert, Lehrerin für Mathematik und Umweltschutz. Dieses wird derzeit renoviert und bietet weitere 30 Wohnplätze für die Schüler.

Ein Drittel der Schüler aus dem " Eltern-Betrieb "

Neben dem Computerkabinett und der Mensa führte sie die Besucher auch in die Seminar- und Unterrichtsräume. Dort erfuhren Eltern und Jugendliche in einer Gesprächsrunde Wissenswertes über die Fortbildungsmöglichkeiten an der Landesfachschule. Voraussetzung für den Besuch der Schule ist jedoch eine abgeschlossene Berufsausbildung im landwirtschaftlichen Bereich. Die Schüler können dann zwei verschiedene Bildungsgänge einschlagen : " Es gibt zum einen die zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker für Landbau ", weiß Schulleiter Dr. Roland Göttert. " Diese beinhaltet die Fachhochschulreife. "

Die zweite Ausbildungsmöglichkeit ist in zwei Stufen geteilt : " Zunächst macht man hier seinen Abschluss zum staatlich geprüften Wirtschafter. Wenn man möchte, kann man dann noch die Weiterbildung zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt anhängen. Diese berechtigt zudem zur Ausbildereignung, genau wie der Techniker ", so Göttert.

Dabei wird das Zweistufensystem auch in Teilzeitform angeboten, das heißt, Auszubildende besuchen die Schule nur in der arbeitsarmen Zeit in den Wintermonaten. Im Sommer können sie so im Landwirtschaftsbetrieb tätig sein.

" Rund ein Drittel kommen aus dem elterlichen Betrieb zu uns ", so der Schulleiter. " Viele Betriebe stehen hinter ihren Azubis und schicken sie zu uns, damit sie danach in einer leitenden Position tätig sein können ", weiß Göttert aus Erfahrung zu berichten. Denn er schätzt die beruflichen Chancen nach dem Abschluss an der Landesfachschule für " sehr gut " ein. " Viele gehen auch später ins Ausland oder übernehmen Bereiche in größeren Landwirtschaftsbetrieben. "

150 Schüler besuchen derzeit die Landwirtschaftsschule in Haldensleben. Zurzeit lernen sieben Klassen am Marienkirchplatz. Davon sind vier Klassen in Vollzeit da. Dazu kämen die Praktikanten, die oft ein nachgelagertes Praktikum im Ausland absolvieren. Erst nach einem Jahr Praxis wird das Abschlusszeugnis ausgestellt. Der Einzugsbereich der Schüler umfasst hauptsächlich Sachsen-Anhalt und die umliegenden Länder. " Heute haben wir sogar eine Besucherin von der Insel Rügen ", erzählt Dr. Roland Göttert stolz.

In Quedlinburg befindet sich die Landesfachschule für die Bereiche Gartenbau und Hauswirtschaft. Zusammen sind die Schulen in der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau eingegliedert.