Die Gemeinderäte der Niederen Börde haben am Montag in Samswegen dem Haushaltsplan der Gemeinde für 2009 ihre Zustimmung gegeben. Grundlage für den Beschluss bildete ein am 24. Februar mehrheitlich angenommenes Haushaltskonsolidierungskonzept.

Samswegen. Der Haushaltsplan konnte im Verwaltungsteil nicht ausgeglichen werden ( Volksstimme berichtete ). Einnahmen in Höhe von 8, 293 Millionen Euro stehen notwendige Ausgaben im Umfang von 9, 013 Millionen Euro gegenüber. Ein wesentlicher Grund für das Defzit ist der Anstieg der Personalausgaben. Durch das Ergebnis der Tarifverhandlungen entstehen erhebliche Mehrausgaben gegen über dem Vorjahr. Es wurden Einmalzahlungen für alle Beschäftigten in Höhe von 225 Euro ausgehandelt und eine Anpassung der Tarife um 2, 8 Prozent. Dadurch erhöhen sich die Personalkosten für alle 101 Beschäftigten der Gemeinde um rund 370 000 Euro.

Allerdings füllen alle Mitarbeiter in der Verwaltung nur 87, 5 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit aus, sind lediglich 35 Stunden beschäftigt und gelten so als nichtvollbeschäftigte Angestellte. " Damit wurden bereits erste Maßnahmen zur Konsolidierung des Haushaltes eingeleitet ", meint Bürgermeisterin Erika Tholotowsky.

Für das laufende Haushaltsjahr wurde eine befristete Stelle für das Sachgebiet " Doppik " eingerichtet, da diese vom Gesetzgeber vorgegebene Pf ichtaufgabe aus eigener Kraft mit dem vorhandenen Personal nicht bewältigt werden kann. Im Zuge der Einführung eines betriebwirtschaftlich ausgerichteten Haushalts- und Rechnungswesen bis zum Jahre 2012 in der Kommune auf der Grundlage der doppelten Buchführung in Konten, müssen bis hin zur Umstellung der Haushaltsdaten von der Kameralistik auf die Doppik umfangreiche Vorarbeiten geleistet werden.

2009 will die Niedere Börde wieder einen Lehrling einstellen, um planmäßig den Generationswechsel in der Gemeindeverwaltung zu vollziehen. Wer seinen Wohnsitz im Gemeindegebiet hat, wird bevorzugt, bei gleicher Eignung versteht sich. Im Jahr 2008 wurde eine Verwaltungsfachangestellte nach drei Jahren Ausbildung übernommen.

Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ( Brandschutz ) werden in diesem 38 700 Euro mehr veranschlagt. Gemäß Anordnung des Landkreises werden alle Ortsfeuerwehren auf digitale Funktechnik umgerüstet Die Gemeinde hält in allen neun Ortsteilen jeweils ein Gerätehaus mit Fahrzeughalle und Schulungsraum vor. Als Zuschüsse an ortsansässige Vereine sind insgesamt 5500 Euro in den Verwaltungshaushalt eingestellt. In den meisten Ortschaften befördern Kultur- und Geschichtsvereine das gesellschaftliche Leben.

Kleiner Wermutstropfen für die Teilnehmer am Abo-Essen in Gutenswegen : Für die dortige Schulküche wurde eine neue Kalkulation erstellt, was eine Anhebung der Essengelder bedeutet.