Samswegen. Die Gemeinde Niedere Börde hat sich die Wiederbelebung des seit Sommer 2005 leerstehenden Komplexes der ehemaligen Sekundarschule in Samswegen auf die Fahne geschrieben. Die Anfang der 80er Jahre errichtete Schule besteht aus drei eingeschossigen Gebäudeteilen. Sie sind in einem erhaltenswerten Zustand. Für die Trakte I und II liegt das Interesse eines privaten Investors (Wohnungsgenossenschaft "Südheide" Celle) vor, der die Gebäudeteile für altersgerechtes und generationsübergreifendes Wohnen sanieren möchte. Der dritte Trakt wird gegenwärtig entsprechend den Wünschen der Kommune und dem dringenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu einem Kindergarten für 50 Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren sowie einer Horteinrichtung für Kinder zwischen sieben und zehn Jahren umgebaut. Die Umgestaltung vollzieht sich in drei Bauabschnitten.

Erstens: Herrichten der Sanitärbereiche für Tagesstätte und Hort mit Austausch der Wasserleitungen (im März abgeschlossen). Zweitens: Modernisierung der Heizungsanlage mit Installation von Solartechnik zur Unterstützung der Warmwasserbereitung, Neugestaltung der Außenfassade und Schaffung einer eigenständigen Eingangszone (hierzu muss der einstige Verbinder vom dritten zum zweiten Gebäudetrakt abgerissen werden). Im dritten Bauabschnitt sollen im Außenbereich Spielflächen mit entsprechender Geräteausstattung geschaffen werden.

Im Rahmen des laufenden Bauabschnittes wird wie schon erwähnt die Wärmeversorgungsanlage der ehemaligen Sekundarschule zurückgebaut und erneuert. Sie ist technisch und moralisch verschlissen. Für die Versorgung lediglich eines Gebäudetraktes wäre sie im übrigen wesentlich überdimensioniert. Eine Solaranlage auf dem Dach unterstützt in Zukunft die Warmwasserbereitung. Die im Objekt vorhandene Elektrotechnik wurde nach einem Gebäudebrand 1994 nur in Teilen saniert und zeigt gravierende sicherheitstechnische Mängel. Sie muss den aktuellen Sicherheitsstandards entsprechend angepasst werden. Bei einer routinemäßigen Überprüfung zeigten sich ebenfalls gravierende Mängel an der Dachkonstruktion. Auch sie rührten vom Brand in den 90er Jahren her. "13 Dachsparren waren mittels Kran auszuwechseln. Das hatte Ende letzten Jahres zu einem Baustopp geführt." Daran erinnerte Bauamtsleiter Reinhard Schimka in dieser Woche bei einer Baustellenbesichtigung durch die Gemeinderäte.

Martin Hecker von der Ingenieurgesellschaft Hekuma aus Magdeburg informierte im Rahmen der zweiten Ratssitzung in diesem Jahr über den Verlauf des ersten und gab einen Ausblick auf den zweiten Bauabschnitt. Kingergarten und Hort sollen am 5. August bezugsfertig sein.