Das Bahnhofsgebäude in Meitzendorf ist plattgemacht. Auch die Gebäude an der einstigen Ladestraße sind verschwunden. Die Kommune hatte die Liegenschaften erworben, um sie abreißen zu können. Erfreulich: Die Kosten für Kauf und Abriss und die Umfeldgestaltung werden durch die NASA gefördert. Grundlage dafür bildet das Schnittstellenprogramm. Mit ihm haben Kommunen die Möglichkeit, mit Unterstützung des Landes die Zugangsbereiche zu ihren Bahnhöfen aufzuwerten.

Meitzendorf. Schnittstellen verbinden den öffentlichen Personenverkehr auf der Straße mit dem auf der Schiene oder übrigen Verkehrsmitteln. Sie sind in städtebaulicher Hinsicht wichtige Eingangstore zu den Orten. Das Förderprogramm des Landes, das von der Nahverkehrsgesellschaft NASA in Magdeburg betreut wird, ermöglicht den Kommunen die Umgestaltung ihrer Bahnhöfe und Bahnhofsumfelder zu weitgehend barrierefreien Schnittstellen. Erreicht wird eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität sowie eine Anhebung der objektiven und subjektiven Sicherheit. Die Verkehrsmittel auf Straße und Schiene sind am Ende räumlich und zeitlich besser verknüpft. Durch die Errichtung von Park+Ride- bzw. Bike+Ride-Anlagen wird auch der Individualverkehr besser an den Personennahverkehr angebunden.

Abschließbare Boxen für Fahrräder

Am Anfang der Baumaßnahme in Meitzendorf standen im März Kabelumverlegungen im Bereich des Bahnhofsgebäudes. Nach diesen vorbereitenden Tiefbau- und Elektroarbeiten wurden das Bahnhofsgebäude und Nebengebäude an der Ladestraße abgerissen. Diese Leistungen wurden bis Ende April/Anfang Mai erbracht. Nach den Abbrucharbeiten ruht augenblicklich die Baustelle. Doch in absehbarer Zeit beginnt die eigentliche Umgestaltung des Vorplatzes. Es wird mit einer Bauzeit von mindestens sechs Wochen gerechnet. Mit der Neugestaltung des Bahnhofs-umfeldes erfolgt eine Verschiebung der Fahrbahn der Zubringerstraße näher zum Bahnsteig der hier verkehren-den Elbe-Saale-Bahn.

Straßenentwässerung und -beleuchtung werden mit erneuert. Die Haltestelle der OhreBus wird in den unmittelbaren Bereich des Bahngeländes verlegt. Für Pkw werden Parkmöglichkeiten in Schräg- und Längsaufstellung geschaffen. Ein Behindertenparkplatz ist vorgesehen. Das gesamte Gelände wird barrierefrei angelegt. Zur Begrünung wird Rasen ausgesät, Bäume sowie Bodendecker gepflanzt. Überdachte Ständer und abschließbare Boxen bieten Abstellmöglichkeiten für Fahrräder. Durch die geplante Einbahnstraßenregelung soll das Bahnhofsgelände für Autos künftig nur von einer Seite aus erreichbar sein. Einschränkungen im Zugverkehr sind während der Arbeiten am Zugangsbereich zum Bahnsteig nicht zu erwarten. Der Zugang zum unmittelbaren Bereich der Baustelle ist durch Absperrzäune gesichert.