Wolmirstedt. Das Ansinnen, eine ursprünglich im Raum Havelberg angesiedelte Tradition unter Hobby-Fotografen fortzusetzen und sie zugleich für Wolmirstedt neu zu begründen, ist im letzten Jahr das fünfte Mal in Folge gelungen und harrt in diesem Jahr einer Neuauflage. Die Wolmirstedter Fototage, zu denen seit 2005 jeweils zwischen 20 und 30 Fotofreunde aus Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin an die Ohre kommen, finden vom 18. bis 20. Juni ihre Fortsetzung. Der Workshop am Stadtfestwochenende beginnt gleich mit einem Paukenschlag. Der gastgebende Fotoclub "Iris" eröffnet offiziell eine neue Ausstellung. Sie trägt die Überschrift "Rückblicke". Im Bürgerhauses auf der Schlossdomäne, wo der Fotoclub sein Domizil hat und sich zweiwöchentlich trifft, werden in 40 Rahmen die schönsten Motive von der 1000-Jahrfeier Wolmirstedts vor zwölf Monaten gezeigt. Der weitere Verlauf der Werkstatttage bringt den Fotofreunden neben losen Gesprächsrunden, einem gemeinschaftlichen Grillabend, einem workshopeigenen Fotowettbewerb, die Begegnung mit alten Festungsanlagen in der Landeshauptstadt Magdeburg. Eine zwei- bis dreistündige Führung, teilweise mit Taschenlampen, illustriert anschaulich Bereiche, die sonst der Öffentlichkeit noch nicht zugänglich sind.

Für Freunde der Aktfotografie besteht im Atelier des Kunstvereins in der Großen Diesdorfer unter Anleitung von Horea Konrad die Möglichkeit, mit Modellen zu arbeiten. Am Abschlusstag verfolgen die Teilnehmer an fotografisch interessanten Positionen die Neuauflage der Oldtimer-Rallye "OhreClassics" (in einem der Mobile sitzt Tagesschau-Sprecher Jan Hofer). Getagt und gegessen wird im Bildungs- und Freizeitzentrum in der Triftstraße. Die Voraussetzungen im Haus am Stadtpark, wo die auswärtigen Fotofreunde Quartier beziehen, wo Erfahrungen ausgetauscht und jede Menge Fotos angeschaut werden können, sind nahezu ideal für den Workshop.