Wolmirstedt (cl). Er ist lieber Bote, bringt die Spenden zu den Vereinen, als darüber zu entscheiden, welcher der zahlreichen Antragsteller bedacht werden sollte. Vergangene Woche besuchte Guido Henke, Landtagsabgeordneter von Die Linke, OK-Live-Geschäftsführerin Rebecca Schulz in ihrem Büro auf der Schlossdomäne. Und hatte einen Scheck im Gepäck.

Seit vier Jahren zahlen die Abgeordneten der Linksfraktion ihre jeweiligen Diäten-Erhöhungen in den Sozialfond. "300 000 Euro konnten wir bisher schon im Land Sachsen-Anhalt verteilen", berichtete Henke nicht ohne Stolz. "Schön ist, dass wir durch den Sozialfond mit unserem privaten Geld helfen können. Leider löst man damit nicht das Problem, dass gerade für Projekte im Bereich der freiwilligen Aufgaben bei den Kommunen kaum noch Geld da ist."

Über 450 Euro kann sich jetzt das OK-Live-Ensemble freuen. Mit seiner langjährigen und vor allem erfolgreichen Kultur- und Jugendarbeit erfüllt der Verein viele der Kriterien, welche die Linksfraktion mit ihren Spenden unterstützen will.

"Das Geld kommt genau richtig, dient als Anteilsfinanzierung für Verschleißmaterial. Wir brauchen zum Beispiel neue Tanzmatten und Trapezseile", nennt die Geschäftsführerin den Verwendungszweck.

Guido Henke kann Vorsitzende von Vereinen nur ermutigen, ihre Projekte für eine Förderung durch den Sozialfond anzumelden. "Es kostet ja nur den Brief", erklärte er und erntete zustimmendes Nicken von Rebecca Schulz, deren schriftliche Anfrage erfolgreich war.