22 Termine umfasst der Veranstaltungsplan des Fördervereins Schloss Zerbst für dieses Jahr. Dass das vielseitige Programm gelingt, liegt vor allem in den Händen der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit des Vereins um die Vorsitzende Jana Reifarth.

Zerbst. Im vergangenen Jahr hatte Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst, zur ersten Sitzung der Vereinsarbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit im neuen Jahr ein Modell dabei. Übers Frühjahr wurde aus dem Modell ein neuer Anziehungspunkt im Schloss. Das visuell wieder entstandene Zweite Fürstliche Vorzimmer ist einer der Gründe dafür, dass sich die Besucherzahl 2010 um fast 2000 gegenüber dem Vorjahr auf 6698 erhöht hat.

Auf eine ähnliche Resonanz hofft der Förderverein auch mit seinen neuen Angeboten. Und wieder gibt auch das Arbeitsgruppentreffen einen Ausblick auf eine Novität, die die Besucher in diesem Jahr im Schloss erwarten wird. Im Ausstellungsbereich soll ein Kupferstichkabinett entstehen. Eine Reihe attraktiver Stiche, wie die von Dirk Herrmann zum Treffen mitgebrachten, hat der Verein dafür bereits erworben.

Neu im vergangenen Jahr entstanden sind auch die Roll-ups, die in Bild und Text die Veränderungen im Schloss seit der Vereinsgründung deutlich machen. Mit ihnen wird unter dem Titel "Die Metamorphose einer Ruine zur Kulturstätte" am 17. Februar in der Geschäftshalle der Kreissparkasse in Zerbst eine Ausstellung eröffnet. Es ist der erste Beitrag des Vereins zu den 46. Zerbster Kulturfesttagen.

Der zweite ist am 18. Februar in der Stadthalle ein Vortrag Dirk Herrmanns über "Die künstlerischen Leistungen der Architekten und Gestalter des Zerbster Schlosses". Genau genommen ist es der Beginn einer Vortragsreihe, so Jana Reifarth, "zu einem Thema, das aus der Arbeitsgruppe heraus entstanden ist". Gezeigt werden soll, wie bedeutend die am Schloss tätigen Baumeister waren und was sie auch an anderen Orten geleistet haben. "Das geht nicht innerhalb eines Vortrags", sagt Dirk Herrmann, der mit Ryckwaert und Simonetti beginnen wird.

Die beliebte Stadthallenführung rundet das Kulturfesttage-Engagement des Fördervereins ab.

Zum Spargelfest auch in den Schlosskeller

Apropos Führungen. Hier verzeichnet der Verein zunehmende Resonanz. Mehr als 30 Führungen wurden im vergangenen Jahr außerhalb der Veranstaltungstermine von Klassentreffen, Vereinen, Firmen, Familientreffen ... angemeldet. Auch hierher rührt ein Besucherzuwachs, freuen sich die Vereinsverantwortlichen und gehen gern auf individuelle Bedürfnisse ein.

Ebenso bewährt hätten sich weiterhin die regulären Sonntagsöffnungen einmal im Monat zwischen April und Oktober. Und hierbei trug das neue Angebot, neben der individuellen Besichtigung des Erdgeschosses mit den Ausstellungsräumen an Führungen ins erste Obergeschoss teilzunehmen, zum "kontinuierlichen Besucheranstieg" bei.

Noch mal erweitert wird das Angebot zur Schlossöffnung während des Spargelfestes am 1. Mai. "Aufgrund der großen Nachfrage gehen die Führungen dann auch in die Schlosskeller", blickt Jana Reifarth voraus. "Obwohl das ein großer Aufwand zum Beispiel wegen extra notwendiger Beleuchtung ist", ergänzt Dirk Herrmann.

Noch vor der ersten regulären Öffnung wird das Schloss am 9. April Veranstaltungs- ort der "Fasch-Midnight" mit "L‘arc six" zu den Internationalen Fasch-Festtagen sein.

Ein neues Angebot des Fördervereins selbst ist das Spargelessen im Schloss am 28. Mai. Für den Mittagstermin, der sich vor allem auch an Familien wendet, gibt es noch Karten. Der Abendtermin ist ausverkauft. Zu den Menüs gibt es Führungen, zu denen fürstliche Persönlichkeiten der Gruft entsteigen werden.

"Immer wieder etwas Neues und Besonderes anzubieten", zeichnen Jana Reifarth und Dirk Herrmann als Anliegen des Fördervereins.

Bewährtes und wechselnde Partner

Daneben werden bewährte und beliebte Veranstaltungen fortgeführt. Dazu gehören zum Beispiel das Benefizkonzert mit dem Stadt- und dem Kammerchor Zerbst, Familienkonzert und Serenade im Schloss mit der Mitteldeutschen Kammerphilharmonie Schönebeck, die Beteiligung am Tag des offenen Denkmals oder auch der Schlossabend, der 2011 zum achten Mal stattfindet.

Bei seinen Veranstaltun- gen setzt der Verein auf gute, bewusst aber – zum Beispiel in der Gastronomie – auf wechselnde Partner.

Unverzichtbare Partner, um die Vorhaben zu realisieren, sind dem Vorstand die Mitglieder der Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit. Durchweg ehrenamtlich stellen sie sich dem großen Aufwand der Vorbereitung, Koordination, Begleitung der Veranstaltungen, bemühen sich, möglichst auch weitere Vereinsmitglieder einzubeziehen. "Dennoch sind es vielfach die selben, die die Dinge abdecken", weiß Jana Reifarth. Obwohl Mitmachen ziemlich gut planbar ist. Mit der Weihnachtspost erhalten alle Vereinsmitglieder den neuen Veranstaltungsplan.

www.schloss-zerbst-ev.de