Die Zerbster Sekundarschule Ciervisti bleibt ein beliebtes Vandalismus-Ziel. Mit über 10 000 Euro Schaden schlägt der letzte Vorfall im vergangenen Jahr zu Buche.

Zerbst l Die Weihnachtsferien waren längst in vollem Gange, als sich am letzten Sonnabend des Jahres 2013 einer Sportlehrerin der Ciervisti-Ganztagsschule in der Turnhalle ein Bild der Verwüstung bot.

Unbekannte waren in der Nacht zuvor in das Gebäude eingedrungen, hatte Aushangtafeln zerstört sowie eine Vitrine, in der die Sportpokale der Schule und dort trainierenden Vereine aufgehoben wurden. Sie haben Scheiben komplett eingeschlagen, andere haben Sprünge im Glas. "Außerdem haben die Täter den Inhalt von vier Feuerlöschern hier verteilt", erzählt Hausmeister Udo Lindemann. Er war einen Tag nach dem Bekanntwerden des Vorfalls vor Ort. "Die Nacht darauf gab es gleich den nächsten Vorfall."

Nach der Zerstörung an und in der Turnhalle haben sich die Vandalen eine Nacht später mit Graffiti an der Rückseite des Schulgebäudes "verewigt" und 14 Scheiben eingeschlagen. Auf etwa 7 000 Euro wurde der Schaden im dazugehörigen Polizeibericht geschätzt. "Ich glaube, dass es noch deutlich mehr ist", sagt Udo Lindemann.

Neben dem materiellen Schaden ist es auch der emotionale Verlust, den die stellvertretende Schulleiterin Heike Spieß anmerkt. "Dieser Vandalismus und Diebstahl ist einfach nicht nachvollziehbar." Zumal die Sportpokale keinen nennenswerten materiellen Wert haben, dafür einen umso größeren ideellen.

Derweil laufen die Ermittlungen weiter. "Sie sind in vollem Gange", sagt Michael Däumich, Sprecher des Polizeirevieres Anhalt-Bitterfeld. Alle am Tatort genommenen Spuren sind nach Magdeburg zu Analyse eingeschickt worden. "Die Auswertung dauert seine Zeit", so Däumich. Im Falle von Fingerabdrücken bliebe es beispielsweise abzuwarten, ob die genommenen Abdrücke verwertbar sind. "Ist es nur ein Teilabdruck oder der Abdruck ist verwischt, nützt er uns nichts." Auch die Auswertung von Blutspuren sei beispielsweise zeitintensiv.

Sofort nach Bekanntwerden hat der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Träger der Schule, Anzeige erstattet. "Wir rechnen mit einer Schadenshöhe von rund 10 000 Euro", sagt Kreissprecherin Marina Jank auf Volksstimme-Nachfrage. Neben der Grundreinigung ist unter anderem bereits die Notverglasung im Bereich der Aula veranlasst worden. Die Versicherung wurde informiert.

Um die Sicherheit des Schulgebäudes zu erhöhen, sind am 9. Dezember Überwachungskameras am Gebäude installiert worden. Deren Aufnahmen werden nun ebenfalls im Zuge der Ermittlungen ausgewertet.

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