Zahlreiche Gäste folgten der Einladung von Bürgermeister Andreas Dittmann zum Neujahrsempfang in die Stadthalle. Traditionell ist es ein Abend, an dem zurück- und vorausgeblickt wird.

Zerbst l Ein Neujahrempfang des Bürgermeisters ist stets der Anlass am Jahresbeginn, das vergangene Jahr zu bilanzieren und ins neue Jahr vorauszublicken.

Mit dem wohl prägendsten Ereignis aus 2013 begann Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) seine Ausführungen: Dem Juni-Hochwasser. Im Einsatz befanden sich 305 Kameraden der Feuerwehren, zehn Kameraden der Wasserwehr und etwa 200 freiwillige Helfer. "Nur mit Ihrer Hilfe konnten wir die Hochwassersituation so gut meistern. Ich danke aber auch allen Unterstützern und der Einsatzleitung des Kat-Stabes des Landkreises für die gute und unkomplizierte Zusammenarbeit", so Dittmann. Die Kosten dieses Schadensereignisse sind enorm.

Zahlreiche Baumaßnahmen für 2014 vorgesehen

Die Kosten des Einsatz inklusive der Regulierung der daraus entstandenen Schäden an der Technik der Feuer- und Wasserwehr belaufen sich auf rund 275 000 Euro. Für über zwei Millionen Euro hat die Stadt Zerbst Fördermittelanträge gestellt, um Flutschäden im Bereich des Elberadweges, des Sportplatzes und der Burgmauer Walternienburg sowie der ländlichen Wege Bereich Gödnitz und Steutz zu beseitigen.

Nicht weniger prägend waren im vergangenen Jahr bauliche Maßnahmen, die sich bis ins Jahr 2014 erstrecken werden. Nach langer Diskussion und Planung im Jahr 2013 liegt nun die Baugenehmigung für die Tribüne im Schlossgarten vor. In Walternienburg wurde mit der Sanierung des Burgmauerausbruchs begonnen. Die Sportler und Schüler der Ortschaft Güterglück verfügen in ihrer Turnhalle nun wieder über einen neuen Sportboden und können die Halle zumindest in dieser Hinsicht unbeschwert nutzen. Die Sanierung der Güterglücker Kindertagesstätte in Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerkes steht für dieses Jahr an.

"Das Jahr 2013 war auch geprägt von einer intensiven Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn", so Dittmann. "Der Informationsfluss seitens der Bahn ließ zwar oftmals zu wünschen übrig", aber letztendlich wurde mit der Sanierung der Bahnübergänge Amtsmühle, Käsperstraße und Biaser Straße begonnen. In den nächsten Monaten sollen diese Baumaßnahmen abgeschlossen werden.

Doch auch in anderen Bereichen wird 2014 gebaut. Die Stadt Zerbst wird für das Altstadtsanierungsprogrammjahr 2014 wieder Fördermittelanträge stellen, um die Pfeilersanierung der Kirche St. Nicolai zu erreichen. Aus dem gleichen Programm soll die Sanierung von zwei Wohnblöcken der BWZ in der Fuhrstraße, die Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes und die Sanierung des als Pavillon bezeichneten Schlossteils mit Dach und Treppe mit einem geschätzten Kostenaufwand von 225 000 Euro erfolgen. Weitere Maßnahmen, die vorgesehen sind, sind die Beteiligung der Stadt beim Kreuzungsausbau der B 184, Kreuzungsbereich Dessauer Straße, die Weiterführung der Sanierung der Burg Lindau und der Bau des Elberadweges zwischen Steckby und Tochheim. Dringend erforderlich sei zudem der Neubau des Regenwasser-Kanals von der Jeverschen Straße bis zur Karl-Marx-Straße. Zur Verbesserung der Parksituation im Bereich des Bahnhofes sollen mit Mitteln des Entflechtungsgesetzes 80 Park-and-Ride-Parkplätze in Zusammenarbeit mit der NASA am alten Güterbahnhof entstehen.

Gespräche mit dem Handwerk haben bewirkt, dass 2014 erstmals die Zerbster Gewerbefachausstellung im Frühjahr ausgerichtet wird - am Wochenende des Spargelfestes.

Katharina, Sport und Turnhalle in Lindau

Doch auch in kultureller und touristischer Sicht wird 2014 ein weiteres erfolgsversprechendes Jahr. "Den 270. Jahrestag der Abreise der Anhalt-Zerbster Prinzessin aus Zerbst ins ferne Russland werden wir würdig begehen und für die Tourismuswerbung nutzen", weist Dittmann auf einen Höhepunkt in 2014 hin. Zudem seien die Aussichten gut, dass die erfolgreiche Sonderausstellung "Zarskoje Selo" auch 2014 im Schloss gezeigt werden kann.

In Sachen Sport bleiben die Kegler vom SKV "Rot-Weiß" Zerbst 99 das Aushängeschild. Sie wurden erneut zur "Mannschaft des Jahres" unter Sachsen-Anhalts Sportlern gewählt - zum bereits fünften Mal.

Im Bereich Sport kam jedoch auch die Sprache auf die Turnhallensituation in Lindau. "Nach wie vor ist unser Angebote ernst gemeint, die Sporthalle in Lindau zu fairen Konditionen zu übernehmen und parallel zum Sporthallenneubau für das Francisceum das Stadion als gemeinsame Außensportanlage für Stadt und Landkreis zu sanieren. Lass uns hier endlich Nägel mit Köpfen machen!", richtete Andreas Dittmann seine Worte an Landrat Uwe Schulze.

 

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