In Garitz freuen sich die Feuerwehrleute auf ein neues Einsatzfahrzeug. Der Wagen sollte eigentlich schon im abgelaufenen Jahr kommen. Die Beschaffung wurde aber verschoben.

Garitz l Eigentlich hatten sich die Garitzer Feuerwehrleute schon im vergangenen Jahr auf die Erweiterung ihres Fuhrparks gefreut. Daraus wurde dann bekanntlich nichts. Die Anschaffung des neuen Löschfahrzeuges wurde in dieses Jahr verschoben. Auf dem Kalender können die Kameraden das neue Einsatzfahrzeug schon sehen, sagt Ortswehrleiter Daniel Mielchen.

Ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug soll es werden, zeigt der Ortswehrleiter auf den Kalender. Nach dem Zusammenschluss mit der Stadt Zerbst stellte sich heraus, so der Ortswehrleiter, dass in Garitz das älteste Löschgruppenfahrzeug stationiert ist. Deshalb ist die Ortsfeuerwehr mit der Ersatzbeschaffung als erste Wehr an der Reihe, freut er sich. Mit einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug verfügt die Ortswehr dann über eine hochmoderne Ausrüstung. Wie es der Name schon sagt, kann die Feuerwehr mit dem Einsatzfahrzeug nicht nur Brände effektiv bekämpfen, sondern auch Hilfeleistungen absolvieren.

Dank der personellen Ausstattung hat die Feuerwehr Garitz eine etwas herausgehobene Stellung in der Region, sagt der Ortswehrleiter. Trotz der angespannten Personaldecke bei den freiwilligen Feuerwehren sehen sich die Garitzer noch entsprechend leistungsstark. Die Vorfreude auf das neue Einsatzfahrzeug ist bei den Kameraden groß. Die Investition könnte auch die Reihen der Feuerwehr noch verstärken. Denn moderne Einsatztechnik mache den ehrenamtlichen Job bei den Blauröcken vielleicht noch interessanter, vermutet der Ortswehrleiter.

Das alte Einsatzfahrzeug soll außerdem weiterhin in Garitz stationiert bleiben, kündigt er an. Im hinteren Teil des Gerätehauses, wo die Wände noch nicht einmal verputzt sind, soll das Fahrzeug einen Stellplatz erhalten.

Eingesetzt für das neue Feuerwehrfahrzeug hatte sich auch Ortsbürgermeister Mario Rudolf. Die Beschaffung der neuen Löschtechnik bezeichnet er als wichtig für die Ortschaft. Das neue Einsatzfahrzeug sei daneben aber auch ein Stück Anerkennung für die Ortswehr, meinte er weiter.

Die Zerbster Stadtwehrleitung steht bei der Planung der Ausrückebereiche vor großen Herausforderungen. Mit den Feuerwehren in den Ortschaften muss die Stadt ein riesiges Gebiet absichern. Dabei ist vor allem die Einsatzbereitschaft ein zentrales Thema für die Feuerwehrführung. In vielen Orten schwindet die tägliche Einsatzbereitschaft in den Feuerwehren, weil kaum noch Kameraden tagsüber in den Orten erreichbar sind.

Außerdem, klagte der Stadtwehrleiter bereits im vergangenen Jahr, nehme ebenso die Bereitschaft von Feuerwehrleuten in einigen Ortsteilen ab, sich in ihrer Freizeit entsprechend zu qualifizieren. Die Qualifizierung ist aber notwendig, um später Verantwortung in der Feuerwehr zu übernehmen, versucht die Stadtwehrleitung die Kameraden zu ermuntern, sich auf die Schulbank zu setzen.