Zerbst l Die Stadt Zerbst hat nach Aufforderung durch das Land nunmehr insgesamt 500 Namen von Feuerwehrkameraden und Fluthelfern gemeldet, denen eine Fluthelfer-Ehrennadel und eine entsprechende Urkunde überreicht werden sollen. Hintergrund ist eine Abfrage aus dem Landesverwaltungsamt, die nach der ersten Ehrungsrunde im Herbst an alle vom Juni-Hochwasser betroffenen Kommunen und Landkreise sowie an Rettungs- und Hilfeleistungsorganisationen verschickt worden war.

Die Verteilung der Fluthelfer-Ehrungen ist in Sachsen-Anhalt umständlich organisiert. Kommunen müssen ihre Vorschläge an die Staatskanzlei, die Hilfs- und Rettungsverbände an das Innenministerium stellen. Nun stockt die Ehrung. Dem Vernehmen nach hat das Land 50 000 Ehrennadeln fertigen lassen.

Die Anerkennung und Würdigung des Engagements in den Fluttagen ist auf jeden Fall gerechtfertigt", meint Stadt-Sprecherin Antje Rohm. Allerdings gebe es jetzt Signale vom Land, dass die Kommune selbst die Nadeln ausreichen solle und zuvor die Ehrenurkunden auszufertigen habe. "Wir prüfen gerade, ob diese Signale so zutreffen. Diese Verfahrensweise, es einfach so weiterzugeben, wäre sehr schade." Zu klären wäre dann auch, in welchem Rahmen die Ehrung erfolgen könne.

"Wir werden wahrscheinlich im Februar einen Neujahrsempfang für all diejenen veranstalten, die beim Kampf gegen die Fluten mitgeholfen haben", sagt Muldestausee-Bürgermeisterin Petra Döring. Bei diesem Anlass werden auch die Auszeichnungen an die Helfer ausgehändigt. Die Stadt Raguhn-Jeßnitz fragt gerade unter anderem die eigene Wasserwehr ab. Auch in Zörbig besteht Interesse, die Hochwasser-Kräfte zu ehren.

In zwei Wochen will die Staatskanzlei die Ehrungs-Prozedur festgelegt haben, sagte der zuständige Sachbearbeiter Jan Leszczensky.