Steutz l "Es sieht ganz gut aus", war der erste Eindruck von Stefan Frohnsdorf, der die Baumaßnahme am alten Konsum in Steutz für das Büro für Stadtplanung Dr. Schwerdt in Dessau betreut. Am 7. Januar ging es los mit den Abrissarbeiten an der Ecke Akener Straße/ Roßlauer Straße. In dieser Woche kamen alle Beteiligten zur Bauberatung vor Ort zusammen.

Vom Nebengebäude - hier wurden zu früheren Zeiten Textilien und Gebrauchsgegenstände vom Geschirr bis zum Fernseher, wie sich die Steutzer Ortsbürgermeisterin Regina Frens erinnerte, verkauft - war schon nur noch ein Schutthaufen übrig. Auf dem Grundstück türmte sich altes Mauerwerk, Holz, Plaste und anderes Material, das in dieser Woche noch abgefahren werden sollte.

Instabile Mauer muss beseitigt und erneuert werden

Sichtbar wurden die Mauern und Bebauung zum Nachbargrundstück. Auf eine einheitliche Höhe sollten die Grenzwände im Rahmen des Umbaus gebracht werden. Doch ein Teil der Mauer bereitete den Akteuren vor Ort Bauchschmerzen. Zu schmal, instabil. Karin Möbius, die das Projekt von der Stadtverwaltung betreut, sah Gefahr in Verzug. Das Hochziehen einer neuen, stärkeren Wand gehört zu den "Kleinigkeiten", die sich im Laufe einer solchen Umbaumaßnahme unvorhersehbar einstellen. Auch auf Versatz in der Vorderfront, wo die Stützkonstruktion angebracht werden soll, machten die Bauleute aufmerksam.

Das Innere der Konsumruine ist schon beräumt. Stefan Frohnsdorf verwies noch einmal darauf, dass erst die Stützkonstruktion stehen muss, bevor hier weiter abgetragen wird. Eine kleine Pause wird das Warten auf das Stahlgerüst verursachen, da alles passend gerfertigt und anschließend verzinkt werden muss. Thomas Richter, Geschäftsführer der bauausführenden Firma HTS Baugesellschaft Gröbzig, rechnet mit der Stahlkonstruktion Ende Januar/Anfang Februar.

Dritte Ausschreibung war erfolgreich

Ortsbürgermeisterin Regina Frens ist jedenfalls froh, "dass das endlich Formen annimmt". Auf die Frage nach dem Grund der Verzögerung der Maßnahme hat Karin Möbius die einfache Antwort: "Weil die finanziellen Mittel nicht gereicht haben." Die dritte Ausschreibung war endlich ein Erfolg. Man hatte alles ein bisschen gestrafft, kleine, aber unwesentliche Änderungen vorgenommen. Der Zeitpunkt der Ausschreibung spielte ebenfalls eine Rolle.

Durch das Projekt fällt für Steutz eine andere Dorferneuerungsmaßnahme weg. Abriss und Fassadengestaltung am alten Konsum werden aus den Fördermitteln vom Landeswettbewerb und aus Eigenmitteln der Ortschaft finanziert. Die Eigenmittel werden nach der Maßnahme dann weitestgehend aufgebraucht sein.

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